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Martignac
de Crousol an Roy's, Montbel an Feutrier's und Rigny spater Baron Haussean Hyde de Neuville's Stelle) an die Spitze der Verwaltung trat. Portalls, De-caux und Hyde de Neuville wurden zu Mitgliedern des königlichen geheimenRaths ernannt. Dies war seit 1814 der 62. und der verhäng nßvollste Wechselder Portefeuilles im Cabinete der Restauration. Nun traten auch unter MehrenDebelleyme aus der Policeiverwaltung, und die Herren Bertin de Vaux, Alexandrede Laborde, Villemain, Hely d'Oissel, Lepelletier d'Aulnay und Andere aus demStaatsrathe aus. An Debelleyme's Stelle trat Mangin. Bourdeau sollte ersterPräsident des Gerichtshofes von Limoges werden. Feutrier erhielt die Pairswürde,Martignac, Decaux, Hyde de Neuville und St.-Cricq jeder eine Pension von52,000 Francs. Portalis wurde am 17. Aug. als Präsident des Cassationshosesinstallirt, und M. erhielt aus den Händen des Königs die Jnsignien des Großkreu-zes der Ehrenlegion. Debelleyme wurde Präsident des pariser Gerichtshofes ersterInstanz.
Von den bisher ministeriellen Journalen gingen das „Journal cke» <ie-kats" und der „Slessager", dessen Eigenthümer M. war, zur Opposition über.M. selbst machte eine Reise in das südliche Frankreich, dann begab er sich auf seinLandgut Miramsnt bei Marmande. Als Karl X. am 2. März 1830 die Kam-mersitzung eröffnet hatte, nahm M., als Deputirter von Lot und Garonne, seinenSitz im Centrum der Deputirtenkammer, und man bemerkte, daß er bei der Ab-stimmung über die Adresse der 221 vom 18. März gegen die Minister ge-stimmt habe. Auch in die neue, zum 4. Aug. zusammenberufene Kammer war M.von dem Departement Lot und Garonne gewählt worden. In dieser bewies er sichals Royalist und ehrte dankbar das Andenken Karl X., von dessen redlicher Ge-sinnung gegen Frankreich er öffentlich die Versicherung gab. Er lhat dies unterAnderm in einer Rede, die ein Meisterwerk der Beredtsamkeit des Herzens war, alser gegen die Motion Briqueville's sprach. Unter den 320 Deputirten, welche am11. Aug. 1830 den Eid auf die neue Ordnung leisteten, gehörte er nebst Agier,Becquey, Berbis, Berryer, Corcelles, Bourdeau, Decaux und St.-Cricq zu Denen,welche den Eid nur mir Beisätzen und Restriktionen schwuren. Hyde de Neuvilleverweigerte die Eidesleistung ganz und zeigte seinen Austritt aus der Kammer an.M. aber erklarte: „Es gibt Zeiten und Umstände, in denen die Bahn der Pflichtebenso schwer zu befolgen als vorzuzeichnen ist; ich habe lang und reiflich überDas nachgedacht, was mir in meiner besondern Stellung obliegt, und hoffe, daßNiemand die Beweggründe, die mich leiten, verkennen wird: Ich schwöre." Beidem Processi der Exminister wurde er von dem Fürsten von Polignac zu dessenVertheidiger gewählt. Was er am 18. Dec. 1830 in der Vertheidigungsrede mittiefer Rührung beredt und gründlich entwickelte (s. Proceß der ExministerKarl X.), war allerdings triftig genug, um den Gedanken an ein Todesur-theil zurückzuweisen; er stützte die Vertheidigung vorzüglich auf den 14. Artikelder Charte. Polignac schickte ihm als Honorar für seine Vertheidigung 100,000Francs; allein M. nahm sie nicht an. Durch so Vieles, was M. seit einigen Jah-ren erfahren und gelitten hatte, war seine Gesundheit erschüttert; er mußte daherwegen Kränklichkeit am 28. Dec. auf längere Zeit aus der Deputirtenkammer sichzurückziehen. Er lebte von einem mäßigen Einkommen, indem er als Minister keinVermögen erworben hatte. Seine Kränklichkeit nahm zu; er siel in eine Auszeh-rung und starb am 3. Apr. 1832, etwas über 50 Jahre alt. Drei Stundenvor seinem Tode hatte er noch an den Großsiegelbewahrer geschrieben, um für sei-nen Neffen die Führung seines Namens auszuwirken. Er ward am 5. feierlichbegraben. An seinem Grabe sprachen der Graf Roy, Salvandy, de Laborde, Man-daroux-Vertami und Hyde de Neuville. Der letztere apostrophirte an M.'s Grabeden König Karl X. mit den Worten: „Übeiberathener, unglücklicher Monarch,
All!