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stungsstrafe von drei Jahren und zum Ersatz der Untersuchungskosten verurtheiltwurde. Wahrscheinlich hatte das dagegen von Herber an die nämliche Gerichts-behörde ergriffene Rechtsmittel der weitern Vertheidigung keinen Erfolg gehabt;indessen wurde Herber durch seinen am l t. Marz 1833 erfolgten Tod von derStrafe frei. Insoweit die Handlungen M.'s mit der Handlungsweise der Staats-regierung im Allgemeinen identisch sind, ist an einem andern Orte davon zu spre-chen. (Vergl. Nassau.) (16)
MarsÄ ner (Heinrich), unter den neuesten deutschen Operncomponistenvielleicht der talentvollste und ausgezeichnetste, ist 1795 zu Zittau geboren. Er er-hielt durch einen dürftigen Musikunterricht Gelegenheit, seine Neigung für Musikzu entwickeln und machte schon als Schüler des Gymnasiums in Zittau Versucheim Componiren. Der Unterricht aber, welche er dann durch Hering im General-baß erhielt, gab seinem Talente eine sichere Grundlage. Als ihn daher seine Altern18 t 3 nach Leipzig gesendet harten, Jurisprudenz zu studiren,und da er hier die gro-ßen Werke Haydn's, Mozart s, Beethoven's in den Abonnementsconcerten an sichvorüberrauschen hörte, zog es ihn allein nach der geliebten Tonkunst hin. Er stelltedas Studium der Rechte bald bei Seite, benutzte die philosophischen und ästhetischenVorträge der Lehrer der Universität zu seiner künstlerischen Bildung und hielt sich mder Theorie der Harmonie an den wackern Cantor Schicht, der ihm auch im SatzeAnleitung gab, spielte übrigens viel und componirte. Auf einem Ausfluge nachKarlsbad 1815, wo er sich auf dem Pianoforte hören ließ, lernte er den ungarischenGrafen Amadee, einen großen Musikliebhaber, kennen, der ihn aufmunterte undunterstützte, nach Wien zu gehen. Er ging 1816 dahin, um zu hören und zu ler-nen, nahm dann in Preßburg eine Musiklehrerstelle an, welche ihn noch Muße ge-nug gab, für sein Ziel, als welches immer bestimmter die dramatische Musik her-vortrat, zu wirken. Jetzt machte er sich an die Composition mehrer Operntexte, unterandern an Heinrich IV. und d'Aubigne, welche er an Karl Maria von Weber nachDresden schickte, der diese Musik auch zur Aufführung brachte und den jungen Künst-ler bei dem Publicum einführte. Da es in Wien damals für einen jungen Componi-sten schwer war, einen dramatischen Versuch auf die Bühne zu bringen, übrigens Ros-sini eben an die Tagesordnung kam, so faßte M. den Entschluß 1822 nach Dresdenzu gehen. Hier fand er Gelegenheit, für das Theater zu arbeiten (er schrieb unter An-derm die Musik zu Kleist's„Prinz von Homburg") und wurde 1823 als Musikdirek-tor der deutschen und italienischen Oper angestellt. Mitten unter den vielen Arbeiten,welche ihm diese Stellung auflegte, schrieb er die auf Privatbühnen gern gesehenekleine Oper: „Der Wilddieb". Er verließ L826 jene Stelle, verheirathete sich mitder Sängerin Mariane Wohlbrück und machte mit ihr eine Kunstreise, die ihn1827 wieder nach Leipzig brachte. Hier privatisirte er einige Zeit und schrieb sei-nen „Vampyr", zu welchem ihm sein Schwager, der Schauspieler Wohlbrück, denText lieferte. Der glückliche Erfolg dieser feurigen, glanzvollen Musik, in welcherlebendige, dramatische Charakteristik sein Ziel war, und die von Leipzig aus bis aufdie londoner Bühne drang, befeuerte ihn, in Verbindung mit seinem Schwager eineEpisode aus W. Scott's „Jvanhoe" als Oper zu bearbeiten, deren Schönheiten zuerstLeipzig und Berlin anerkannt haben. Im folgenden Jahre schrieb er nun seine neuesteOper: „Des Falkners Braut" (der Text ebenfalls von Wohlbrück nach einer NovelleSpindler's), welche 1832 ebenfalls in Leipzig gegeben worden ist. Größere Spar-samkeit in der Anwendung heroischer Mittel würde diesem Werke unstreitig noch grö-ßere Gunst verschafft haben, da der Componist auch eine seltene Gabe humoristischerDarstellung besitzt. Zu Ende 1830 ging M. als Kapellmeister und Direktor derOper nach Hanover, wo er eine neue, von dem Sänger Devrient gedichtete Oper,„Hans Helling", dearbeitete. Er hat auch Vieles für das Pianoforte geschrie-ben (unter andern eine schöne Sonate in b'-moll); doch ziehen wir seine, noch