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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
Seite
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Maria da Gloria

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Ziin-

die von M. an Hegel's Grab gehaltene Rede (Zwei Reden bei der feierlichen Be-stattung Hegel's, am 16. Nov. 1831, von Marheineke und Förster"), worin dasLob des philosophischen Meisters fast bis zur Apotheose gesteigert ist. (21)

MariadaGloria (Johanne Charlotte Leopoldine), geboren am 4. Apr.'1819 zu Rio Janeiro, Tochter des Kaisers von Brasilien, Don Ped ro !. (s. d.),aus seiner ersten Ehe mit der Erzherzogin Leopoldine von Ostreich. Sie erhieltbei ihrer Geburt den Titel einer Prinzessin von Gran Para und wurde bis zu demTode ihrer Mutter (1826) unter deren Augen sorgfältig erzogen. Als ihr Vaternach dem Tode Johann VI. durch das Recht der Erstgeburt die portugiesischeKrone erlangt hatte, beschloß er unter dem Einfluß des britischen Gesandten, SicCharles Stuart, in Brasilien zu bleiben, und nachdem er im Apr. 1826 demKönigreiche Portugal eine neue Constitution gegeben hatte, entsagte er durcheine Urkunde vom 2. Mai 1826 der portugiesischen Krone zu Gunsten seinerTochter, die sich mit ihrem Oheim Don Miguel (s.d.) vermählen sollte; dochsetzte er fest, die junge Königin sollte Brasilien nicht eher verlassen, bis die neueVerfassung beschworen und die Vermählung geschlossen worden sei, und er machtedie Gültigkeit seiner Entsagung und der Abtretung seiner Rechte ausdrücklich vonder Erfüllung dieser beiden Bedingungen abhangig. Don Miguel, seit 1824 inWien, beschwor endlich am 4. Ott. 1826 das neue portugiesische Grundgesetz undvollzog am 26. Oct. desselben Jahres, nachdem der Papst die Dispensation er-theilt hatte, auch die Verlobung mit seiner Nichte. Als Don Miguel bald nachseiner Ankunft in Portugal, wo er nach seines Bruders Verordnung die Regentschaftdes Reichs übernehmen sollte, im Jun. 1828 die beschworene Verfassung umgestürzthatte, verwahrte Don Pedro feierlich seine und seiner Tochter Rechte und schickteDonna Maria nach Europa. Sie kam am 4. Sept. 1828 auf der Rhede vonGibraltar an, begleitet von dem Marquis von Barbacena und dem Grafen daPonte, mehren Hofdamen und Kammerherren und einer aus 30 Deutschen undebenso vielen Portugiesen bestehenden Leibwache. Nach einigen Erwägungen, obsie ihre Reise nach Wien fortsetzen oder nach England gehen sollte, beschlossen ihrebeiden Führer, bei der englischen Regierung den Schutz der Rechte der jungen Kö-nigin zu suchen. Sie landete am 14. Sept. in Falmouth, wo sie als Königin mitdem herkömmlichen Geschützgruße empfangen und von mehren portugiesischenFlüchtlittgen begrüßt wurde. Als sie in London angekommen war, wurde sie nichtnur von den Mitgliedern der königlichen Familie freundlich aufgenommen, sondernauch von Georg IV. am 28. Dec. 1828 zu Windsor feierlich als Königin empfan-gen. Das britische Ministerium aber verrieth deutlich genug, daß es nicht die Ab -sicht hatte, die Rechte der Prinzessin förmlich anzuerkennen, und während es sichweigerte, den Marquis von P 'lmella, trotz Pedro's Beglaubigungsschreiben, alsGesandten der Königin Donna Maria II. anzunehmen, begünstigte es vielmehrden factischen Beherrscher Portugals, dessen Ansprüche der Gegenstand der Unter-handlungen der Cabinete waren. Don Pedro blieb indeß dem Entschlüsse treu, dieRechte seiner Tochter zu behaupten, und erklärte bei der Eröffnung der brasilischenKammern am 3. Mai 1829 feierlich, daß er sich in keinen Vergleich zu Gunsten desUsurpators einlassen werde, obgleich die Bewegungen, die von ihren AnHangernin Lissabon und in der Provinz Alemtejo 1829 erregt wurden, durch die Schreckender Gewaltherrschaft unterdrückt, ohne Erfolg blieben. Nur auf den Azoren fandsie einen starken Anhang, und die Insel Terceira wurde der Mittelpunkt ihrer Herr-schast, nachdem Don Pedro durch eine Verordnung vom 15. Inn. 1829 eine Re-gentschaft eingesetzt hatte, welche aus dem Marquis von Palmella, dem'Grafen vonVillaflor und Don Jose Guerreiro bestand und am 15. Marz 1830 die Regie-rung im Namen der jungen Königin übernahm, die aber Europa bereits wiederverlassen hatte. Sie schiffte sich mit ihres Vaters zweiter Gemahlin, der Prinzeft

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