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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
Seite
17
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MalthuS !?

zuweilen scharf und schonungslos. Es sind von dieser Sammlung 24 Bände undein Register erschienen. Unter dem Titel:Nonvelles annale? ües vo)ages", un-ternahm er hernach mit Eyries eine Fortsetzung dieses Unternehmens, das auch bisjetzt noch besteht. Als im Anfange des 1.1814 die verbündeten Truppen in Frank-reich einrückten, ließ sich M. vomlouroal ckes ckäbats" mit Genehmigung derRegierung ins französische Hauptquartier zu Troyes schicken, um von da aus diefrischesten Kriegsnachrichten geben zu können. Er war imäournal ckes riebst?"einer der eifrigsten Vertheidiger Napoleon's, obschon er im Grunde manchesTadelnswürdige an ihm fand, und er spornte bis ans Ende die Franzosen an, Na-poleon's Herrschaft zu vertheidigen. Nach der Rückkehr der Bourbons trat ervomlouroa! lies liebst?" ab, und gab eine besondere ZeitschriftLe spec-tateur" heraus, wovon drei Bande erschienen. Im folgenden Jahre 1815ward er einer der Mitarbeiter an dem ultraroyalistischen TageblatteLa huo-tbiienne", und schrieb bei der zweiten Abdankung Napoleon's eineApologieLudwig XViil." Späterhin trat er wieder beimlomnal lies liebst?" ein, undverblieb dort bis zu seinem Tode. Sein Hauptwerk ist daS?rocis lie la Zeoxra-plus universelle", wovon er nur sechs Bände hat vollenden können. Die beidenletzten sind von einem Gelehrten Namens Huot, der sich nur beiläufig mit Erdbe-schreibung abgegeben, hinzugefügt worden und stehen den andern an geogra-phischer Kritik sehr nach. Die zweite Auflage ist von demselben Huot umgearbei-tet worden; auch ist nach M.'s Tode ein Abriß seinesLreci?" erschienen, und inmehren Sprachen sind freie Übertragungen desLräcis" mit Verbesserungen undZusätzen geliefert worden. Es ist zu bedauern, daß er dieses mit vielem Scharf-sinn abgefaßte, wiewol beiweitem nicht fehlerfreie Handbuch selbst nicht hat been-digen und verbessern können. In dem Zustande, worin er es gelassen hat, ist es be-reits sehr im Werthe gesunken; immer aber wird es ein Muster eines weitumfas-senden und angenehm zu lesenden Compendiums sein. Als rüstiger Vertheidigerdes von der heiligen Allianz in Aufnahme gebrachten politischen Legitimitätssystems,gab er eine Abhandlung über diese Legitimität heraus, die aber bei keiner Parteigroßen Beifall erhielt. Als die geographische Gesellschaft in Paris errichtetwurde, zeigte M. viel Thätigkeit bei den Arbeiten derselben, und war eineZeit lang Secretair dieses Vereins. Er starb am Schlage im Dec. 1826 bei-nahe mitten unter der Arbeit. Seine Witwe bekam eine kleine Pension vomlournal ckes ckäbat?". (25)

Malthus (Th. R.), Lehrer am Last Inäia college zu Hertford, istder Sohn des gelehrten Daniel M., der zu den, von seinem Sohne entwickeltenAnsichten über die Bevölkerung die Grundlinien gegeben haben soll. Er ward inCambridge gebildet, wo er Fellow im Jesuscollegium ward und später eine geist-liche Pfründe erhielt. Seine Schrift über die Bevölkerungsverhältnisse:Lssa?0Q tke Pringles ok Population" (London 1798, 4.), machte gleich bei ihrerersten Erscheinung großes Aufsehen, sowol wegen der Grundsätze, auf welche siegestützt war, als wegen der daraus abgeleiteten praktischen Folgerungen, obgleichdie Theorie nicht neu war, so scharfsinnig M. sie entwickelte. In der zweiten Aus-gabe (1803) erschien sie völlig umgearbeitet, und in der fünften (3 Bde., London1817) ansehnlich erweitert. Darauf folgte 1807 ein Schreiben an Mhitbreadüber dessen Antrag zu einer Veränderung der bestehenden Gesetze über die Armen-pflege, worin M. die, in seine Bevölkerungstheorie aufgestellten Grundsätze an-wendete , die ihn zu der Behauptung führten, der Arme habe kein Recht zu existie-ren, wo er sei, oder wie er es anderswo ausdrückt:Die Natur hat ihre Taft!voll besetzt, und wer da kein Gedeck für sich findet, ist ein Eingedrungener, dec danichts zu thun hat." Später gab er einige Schriften über die Beschränkung derEinfuhr des fremden Getreides und den Einfluß der englischen Getreidegesetze aufConv.-Lex. der neuesten Zeit und Literatur. Iii. 2