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bedeutenden Antheil an den Zoll- und Verbrauchsteuergesetzen von 1818, derenAusführung ihm, als Ehef der Generalverwaltung, anvertraut ward. In diesemmit vielen Schwierigkeiten verbundenen Dienstverhaltnisse erfüllte er die von demMinisterium gehegten Erwartungen vollkommen, und gewann das Vertrauen derFinanzminister von Klewitz und von Motz, und dieser soll im Vorgefühl seinesbaldigen Rücktritts ihn dem König als künftigen Finanzminister vorgeschlagen ha-ben. Nach dem Tode des Herrn von Motz erhielt M. dessen Stelle, und es istseiner Leitung der Finanzen zuzuschreiben, daß eine streng rechtliche Verwaltungfür den Staatscredit in enger Wechselwirkung mit dem Nationalwohlstande diegünstigsten Ergebnisse herbeigeführt hat. Der Beitritt anderer deutschen Staatenzu dem preußischen Zollverbande ist von ihm thalig befördert worden.
M'Adam (John Loudon), ein geborener Amerikaner, kam 1783 in dieHeimat seiner Voraltern, als man anfing in Schottland Kunststraßen anzulegen.Er ward als Straßenbauauffeher angestellt und hatte Gelegenheit sich viele Erfah-rungen zu erwerben. Spater kam er nach Bristol, wo er gleichfalls bei dem Stra-ßenbau gebraucht wurde, bis man ihn 1816 zum Oberaufseher der Straßen in derGegend von Bristol ernannte, welche seiner Thätigkeit und Geschicklichkeit ihrentresslichen Zustand verdanken. Er bereiste seit 1800 fast ganz Großbritannien,um die besten Straßen und das bei dem Bau derselben beobachtete verschiedene Ver-fahren genau kennen zu lernen, und erlangte einen so ausgebreiteten Ruf, daß ervon 13 englischen Grafschaften, wo man neue Straßen anlegte, berufen und umRath gefragt, und viele von ihm unterrichtete Unteraufseher in entlegene Theile desLandes zu schicken aufgefodert ward. Seine Grundsatze bei der Anlage und Ver-besserung der Landstraßen hat er in zwei kleinen Schriften : practica! <>ntlle scientific rcpair anck preserrntion vspulllicraucks" (London 1819), und -marks <iu tke present state ofroul! muicknA, >vitll olzservatinns ckecknceck trampractice am! experience" (London 1820, deutsch, Darmstadt 1825)., Die Ver-besserungen, die M. im Straßenbau bewirkt hatte, gaben die nächste Veranlas-sung, diese Angelegenheit im Parlament zur Sprache zu bringen. Es ward einAusschuß ernannt, der sich lange mit fleißigen Untersuchungen über die Verbesse-rung der Straßenbaueinrichtungen beschäftigte, und unter allen Sachverständigen,deren Aussagen er vernahm, auf M.'s Bemerkungen und Vorschläge achtete.Das Eigenthümliche seines Verfahrens, das man nach ihm macadamisiren(macallami??) genannt hat, möge hier in den Hauptzügen angedeutet werden.Er geht von dem Grundsatze aus, daß die Straßen nicht eine zu große Wölbunghaben dürfen und nimmt an, daß ein Fall von 3 Zoll von der Mitte der Straßenach den Seiten für eine 30 Fuß breite Straße hinlänglich sei. Sein Straßenbau»system vereinigt die Vortheile der gepflasterten Straßen und der Kiesstraßen. Ernimmt nur harte Steine, Granit und Kiesel, welche in ungefähr 12 Loth schwereBruchstücke, die nur einen Zoll im Gevierte halten, zerschlagen werden. DieseStücke werden 6 — 10 Zoll hoch auf die Straße gestreut. Anfanglich ist dieStraße schwer zu befahren, nach und nach erhalten aber die Steine eine feste Lageund bilden eine ebene und dauerhafte Straße. Indem die Räder über die Steine ge-hen, befestigen sie dieselben durch ihren senkrechten Druck, ohne in die Zwischenräumezu sinken, weil die Größe der Steine mit dem Theile des Rades, der sie berührt,in Verhältnis steht. Sind dagegen, sagt M., die Steine größer als das angege-bene Maß, so we-rden sie durch die Nader in stete Bewegung gesetzt, und könnenkeine feste Lage erhalten, weil, wenn das Rad nur auf einen Theil des Steinsdrückt, der andere Theil steigt. Ob die Grundlage einer Straße aus hartem oderweichem, selbst sumpfigem Boden bestehe, hat auf sein Verfahren keinen Einfluß.Er gebraucht nie große Steine als Grundlage, sondern überall nur Bruchstückevon 12 Loth, weil eine gut angelegte Straße, wie er sagt, sich von selbst zu einerfesten Masse verbindet.