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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
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M' Cullcch (I. R.), Lehrer der Staatswirthschaft an der Universität zuLondon, hat zur Ausbildung der Wissenschast, welcher er seine Thärigkeit seil einerReihe von Jahren gewidmet, rühmlich beigetragen. Er gründete seinen Ruf durchsVorlesungen, die er in London hiel-t, und die ibm Gelegenheit gaben, eine Verbin-dung zwischen den großen Kaufleuten der Hauptstadt zu begründen, und er benutzteden Umgang mit denselben, seine Erfahrungen zu bereichern und seine Ansichtenüber die Anwendbarkeit der theoretischen Lehren zu prüfen. Einen Grundriß seinerVorträge gab er in der Schrift: cliscuurse m» tbe rise, progres^, primitiveohjects rmü impnitance of pelitienl ecenam) " (zweite Ausgabe, Edinburg18^5). Die von ihm besorgte Ausgabe des berühmten Werkes von Adam Smith(4 Bde., London 1828) bereicherte er mit einer Biographie des Verfassers, An-merkungen und reichhaltigen Zusätzen, welche die wichtigsten Gegenstände derStaatswirthschaft behandeln, und in Verbindung mit der Einleitung, welche dieGeschichte der Wissenschaft enthalt, eine Übersicht der Ausbildung derselben ge-währen. Seine Anstellung an der londoner Universität gab ihm Veranlassung dieTheorie der Staatswirthschaft in einem umfassenden Werke zu bearbeiten: ,,'lllsprinciples of ptt'itical ecauom)'" (zweite Ausgabe, London 1830, deutsch vonWeber, Stuttgart 1831), das eine der vorzüglichsten Darstellungen der Wissen-schast ist. M. besitzt ausgebreitete historische und statistische Kenntnisse, welcheihm die Mittel zu fruchtbarer Erläuterung der Theorie geben. Er folgt zum TheilRicacdo's Grundsätzen, doch haben einige seiner Ansichten, z. B. über die Verbes-serung der Armenversorgung in England und seine Hinneigung zu der von Mal-thus aufgestellten Bevölkerungstheorie, obgleich er Manches schärfer und bündigerbestimmt als sein Vorgänger, Widerspruch erfahren. Sein neuestes Werk:Aictionur^, practica!, timvrelica!, un<! bistorical c>f commerce nu3 cc»mmor-cictl nuvi-zatiun" (London 1832) enthalt einen großen Reichthum statistischerNotizen.

Mackeldey (Ferdinand), Professor der Rechte zu Bonn, geboren am5. Nov. 1784 zu Vraunschweig, wo sein Vater als Stallmeister angestellt war,erhielt seine Vorbildung theils in dem Gymnasium zu Braunschweig, im Päda-gogium zu Helmstedt und in der Erziehungsanstalt seines Oheims Hundeickcr,theils im Carolinum zu Braunschweig, bis er 1802 die Universität zu Helmstedtbezog, um sich der Rechtswissenschaft zu widmen. Als er nach Vollendung seinerStudien 1806 die juristische Doctorwürde erlangt hatte, trat er alsbald in diepraktische Laufbahn, und obgleich die Vortrage, die er als Privatlehrer an der Uni-versität zu Helmstedt hielt, Beifall fanden, so hatte er doch nicht die Absicht, sich demLehramte zu widmen, aber der 1807 ohne vorausgegangene Krankheit plötzlich ein-getretene gänzliche Verlust des Gehörs mußte ihn zu einem andern Lebensberuf füh-ren, da die Einführung des öffentlichen und mündlichen Verfahrens in den Gerichtendes Königreichs Westfalen ihn nöthigte, dem Wunsche zu entsagen, in die richter-liche Laufbahn einzutreten. Er wurde 1808 zum Professor der Rechtswissenschaftzu Helmstedt angestellt, Lind 1809, nach der Aufhebung der dortigen Universität,unter wenig ermunternden Aussichten in gleicher Eigenschaft nach Marburg ver-setzt, wo er jedoch schon 1811 zum ordentlichen Professor ernannt ward und ingünstigere Verhältnisse trat. Bald nach der Errichtung der Universität zu Bonnerhielt er 1819 einen vortheilhasten Ruf zur ersten Professur der Rechte, wurde1821 Ordinarius des Spruchcollegiums und 1824 zum geheimen Justizrarh er-nannt. Er legte 1828 das Ordinariat des Spruchcollegiums nieder und lebt seit-dem ganz seinem Lehramt. Als Lehrer und als Schriftsteller richtete er seine Tha-ttgkeit hauptsächlich auf die wissenschaftliche Ausbildung der Theorie des heutigenrömischen Rechts, und seine Bemühungen fanden eine rühmliche Anerkennung.Von seinen frühern Schriften erwähnen wir dieTheorie der Erbfolgeordnung nach