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1 (1792) [A - D]
Entstehung
Seite
679
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Dich 67,

poericz; von der Invenrion; von derDisposition; lind von der Llslzoi -snon.Alles dieses ist mit vielen, aber unaus-sprechlich elenden, Bchspiclen begleitet,und das Ganze in einem höchst gemeinen,pöbelhasten Tone, weichet mit dem Worte,galant, ans dem Titel, sonderbar contra-stirt, abgefaßt. Oer gcinzlichc Verfallunsere Poesie zeigt sich auf jeder Seite.So führt der Verf. z. B. als Mustereines poetischen Perioden folgende Zei-len an:

„Welcher über alles knickt,

Selber Schuh und Strümpfe flickt,tlnd sich nichts zu Gute thut,

Ist ei» rechter Fingerhut/'

In dem Kap. von der Erfindung zeigt er,unter andern, an dem Nahmen Marga-rethe, wie man erfinden, und mit Hülfeder Buchstaben, woraus der Nähme be-steht, oder der Zahlen, die er, in denverschiedenen cabalistischcn Alphabethcn,enthält, zu allerhand Gedanken kommenkönne; die Homerischen Gedichte nennt erQuacksalbereien, u. d. m. Noch sind,von eben diesem Verf. poetische Ncben-stunden vorhanden, in welchen auch aller-hand theoretisches vorkommen soll, die ichaber nicht kenne.) — Der wohl infor«mirte Poet,-lheipz. 1708 8> (vonErdm.llhsen.) — Poetischer Wegweiser ...von Job. Gam. Wählten, Cheinn.1709.8. und vcrni. unter dem Titel, Einlei-tung zu der rechten, reinen und galantenteutschcn Poesie.. cbcnd. »715. 8. (DasWerk, welches nur ,;6 S. enthält, be-steht aus zwcy Theilcn, wovon der erste,in - Kap. von tcutschen Versen, und vonEintheiluug der Verse, (wo, wie gewöhnlich,das Madrigal, Sonnet, und Kcttcnvcrse,aber auch noch, unter mchrern.Räthscl, cm-blematischeVersc, kabalistischc Verse, u .d.M.vorkommen, von welchen aber der Verf.doch sagt, daß es pure Kinderchen sind)und der zweotc, in ; Kap. von Einthci-lung der Gedichte, als weltl. fröhlichentraurigen und Mittclgcdichten; cke inrel-

tcblinnc 1'tiemsris; cke i'nvennrmc;cke ckiisiofirinne > Und cle clocurinnehandelt. In dem lcktcrn finden sich ei-

nige, wirklich ganz gute Lehren, z. B.baß man nicht aus einer Metapher in dieandre übergehe» solle, daß, wie der Verf.sich ausdrückt, nur das zum Herzen ge-he , was aus dem Herzen kommt, u. d. m.Aber die Muster, welche er empfiehlt,zeugen von dem Gcschmacke der Zeit, odervon den Begriffen, welche man von Poe-sie hatte; es sind Wciscns und WenyclsGedichte; Opitz ist dem Verf. nicht reingenug.) — Anleitung zur teursckenPoesie ... von M. Lranc. Woke-nio, ,L.eipz. 1715. 8> (Das Werk be-steht aus 17 Kap. welche auf nicht mehr,als 84 S. von der O,uanr!rsre Lzcklaba-rum; von Vcrsartcn; von Reimen undVcrsschränkungcn; von, Srylo und derOitpofirionc; von llcberschristen und der-gleichen kurzen Gedichten; von langencarminiliu5 ( Trauer, und Glückwün-schungs-Gedichte und Satiren ) von Ma-drigalen; vom Rccitativ, wie auch Sc-rcnaten , Opern, Comödicn (von der Ko-mödie gicbt der Verf. nicht einmahl eine,und von der Oper nichts, als eine Er-klärung; den übrigen Raum nimmt eineSerenatc von des H. Verfassers Macheein); vom Sonnet; vom Rondeau; vonPindarischcn Oden; von Arien und Lie-dern (die Bcyspicle bestehen aus geistl.Liedern); vom Eccho; vom v» Osp»(worunter der Verf. Gedichte, worineine Zeile wiedcrhohlt wird, versteht);von der Cuntate; von Oratorien; voneinigen andern Arten der Gedichte, alsZahlreime, Bilderrcime, Nachtigallen,Wandclreimc u. d. m. Schon die Gvtt-schcdiancr sahen ein, daß das Werk sehrelend ist (S. Bcytr. zur crit. Hist. derdeutschen Sprache, B.S. 659 u. f.);aber ihre Kritik, so richtig sie an und fürsich sehn mag, ist noch langweiliger, alsdas Buch selbst, zu lesen.) — Anfangs-gründe zur reinen deutschen Poesie.... von?oh. G.Ncubirch, Halle,724. 8- 906 S. (Oer Verf. hat dasWerk in fünf so genannte Anfangsgründeabgethcilt, wovon der erste von der Pro-sodic; der zweyte, in 5 Kap. von der poeti-schen Elocntion; der dritte, in 4 Kap.

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