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von der poetischen Jnvention; der vierte,in 7 Kap. von der poetischen Disposition;und der fünfte, in 7 Kap. vonSonnctten,von Madrigalen; von Epigrammen undGrabschritten; vonAnagrammcn; vonge-meinen Oden, Ringelodcn und pindarl-schcn Oden; von Cantaten, Scrcnatcn,Pastvrellen, Oratorien, und von poeti-schen Briefen handelt. Als Mittel zurErfindung empfiehlt der Verf. unter an-dern die Zeitungen, die Anagramme, unddie Svmbolq; und besonders ifi ihm umdie Erfindung künstlicher Titel zu Gele-genheitsgedichten zu thun; die pindari-schen Oden, meynt er, hätten nichts son-derliches, und nur Pedanten Hütten, umseine Worte bepzubehaltcn, einen Nar-ren daran gefressen; aber die Auagrammcsind ihm ein Zeichen eines glücklichen undunermüdeten Genies; die Eigenschaftender Ode setzt er in die Kürze der Verseund Strophe», in die Vcrschrcnkung derReime, und die genaue llcbercinstimmungder Worte, Sylbcn, und des Lienens,u. d. m.) — Bei) Joh. Gc. HamannsLexicon von poetischen Redensarten, Leipz.>725. 8. findet sich eine Anweisung)ur reinen und wahren Dichtkunst,die ich aber nicht gesehen. — Versucheiner critischen Dichtkunst vor (skr)die Deutschen..... von Joh.Lhrstph. Goltscheden, äLeipz. 1729.8- (Mit Beyspielen aus des Verf. eige-nen Gedichten) Venn, (vorzüglich mit ei-ner elenden Uebers. von Horazcns Briefean die Pisoncn) cbend. «757.8. Mit aller-hand VeründerglMN der Wcglassungdes,,für die Deutschen /' auf dem Titel,und mit andern Beyspielen, wie aus desVerf. eigenen Gedichten; vorzüglich aberin Ansehung der Ilrthcile über Dichter)cbend. >742. 8. (Das Werk ist in zwe»Thcile abgetheilt, deren Jnnhalt ich, daes, wahrscheinlicher Weise, schon eben sowenig bekannt ist, als die vorhergehen-den, hier mitthcilen will, Die 12 Kap,des ersten Theiles handeln; vom llrspr.und Wachsthum der Poesie überhaupt;»on dem Charactcr eines Poeten; vondem guten Geschmack eines Poeten; von
den drey Gattungen der poct. Nachah-mung, und insonderheit von der Fabel;von dem Wunderbaren in der Poesie;von der Wahrscheinlichkeit in der Poesie;von poetischen Worten; von verblümtenRedensarten; von poetischen Perioden undihren Zierrathcn; von den Figuren in derPoesie; von der poetischen Schreibart;von dem Wohlklange der poct. Schreib-art, dem verschiedenen Sylbenmaße undden Reimen; der zwcyte, oder andre,Theil, in eben so viel Kap. Von Oden,oder Liedern; von Cantaten; von Idyllen,Eklogen oder Schäfergebichten; von Ele-gien; von poct. Sendschreiben; von Sa-tiren oder Strafgedichten; von Sinn-und Scherzgedichten; von dogmatischenund heroischen Poesien; von der Epopce,oder dem Heldengedicht; von Tragödienoder Trauerspielen; von Tomodien oderLustspielen; von Opern oder Singspielen.Daß die Kritiken der Schweizer in denDiskursen der Maler, im I. 1721 u. f.so wie in der Anklage dcS verderbten Ge-schmackes im I. 1728, und vielleicht dieAbhandlung von dem Einfluß und Ge-brauch der Einbildungskraft zur Verbesse-rung des Geschmackes, von eben diesemJahre, Gvttscheden zunächst veranlaßten,sein Werk zu schreiben, gesteht er in der Vor-rede zur ersten Auflage, wenigstens in An-sehung der erster» Schrift, selbst; auchgedenkt er noch in der zwcytcn Auflagevom I. 17Z7 der Schweizer sehr rühm-lich, und man kann also keineswcges sa-gen, daß das Werk Signal zu einem lang-wierigen Kriege war. Erst, wie Brei-tinger auch mit einer Critischen Dichtkunst,im I. 1740 hervortrat, und in dieser nochobendrauf Gedichte von einem lebendenFreunde Gottscheds, Trillers Fabeln, nachVerdienst bcurtheilt hatte, brach dasvielleicht schon längst im Stillen glimmen-de Feuer aus. Gottsched äußerte nun wie-der in den Bcvtr. zur erit. Historie derdeutschen Sprache, Poesie und Beredesamkeit sein Mißfallen an mehrern Schrif-ten und Ideen der Schweizer; und dieSchweizer fiengen ihre Sammlung Erik.Poct. und anderer geistvollen Schriften an,
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