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Hypotheken- Wesen.
^)enn wir über die Hypotheken-Einrichtung unsreMeinung aussprechen sollen, so scheint uns dievöllige, konsequente und mit den allgemeinen Grund-sätzen des Rechts vereinbare Durchführung desPrinzips der Publicität und Spccialität der Hy-pothckeu ein schönes, eines vervollkommneten Zu-standcs der Rechtsverfassung und der gesellschaft-lichen Ordnung würdiges Ziel. Indessen ist diepreußische Hypotheken-Ordnung nur ein unvoll-kommner Versuch der Lösung dieser Aufgabe. Da-von aber auch abgesehen, muß man hierbei, wie inallen Dingen, nicht aus den Augen verlieren, daßdie Vorzüglichkeit eines jeden Instituts immer nurnach seiner Zweckmäßigkeit im Verhältnis? zum Lebenund zu den übrigen gesellschaftlichen Verhältnissen,und nach^scincr praktischen Brauchbarkeit im Ver-hältnis' zu dem besonderen Bedürfniß, dem es ab-helfen soll, bcurtheilt werden darf.
Viele und dringende Beschwerden sind gegendas System der preußischen Hypotheken-Einrichtungerhoben worden. Wir hören von Seiten der Gerichts-stellen die Klage: daß die ins Unendliche gehendenParzellirungcn, die täglich neuen Arrondirungen,Vereinigungen, Abtrennungen, eine gute Führungdes Hypothekcnbuchcs so unendlich erschweren; daßda, wo jeder Bauer seinen eignen Acker baut, wojedes Fleckchen einen andern Besitzer hat, wo alsodie Laudcultur am meisten im Flor ist, die Jncon-