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Die Ansprüche unserer Zeit an die bürgerliche Gesetzgebung in nächster Beziehung auf die bei der Gesetz-Revision für Rheinpreußen sich ergebenden Fragen
Entstehung
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Bestimmteste und Lebendigste zu verflechten; dasBcwußtscy» in jedem Einzelnen recht deutlich zuerregen, wie er allen diesen Kreisen angehört, undso den Egoismus zum Gcmeiusiune zu veredeln,jenen Egoismus, jene niedrige Besorgniß für daseigne Wohlbefinden , welche ihren elenden Thronüberall da aufgeschlagen hat, wo die Freiheit zuGrabe gegangen ist, und der Staatskörper nurnoch so sortsiecht eine modernde Leiche. EineStaatsverfassung, die jene Eigenschaften besitzt,welche die Verwirklichung der Staatszweckc fest unddauernd sichern, organisch aus dem Leben selbstentwickelt und der Vernunft des Zeitalters huldi-gend, die die Freiheit der Staatsbürger überall inkonkreten Formen darstellt und festhält, das Allge-meine und Unsichtbare verkörpert, und dem Staats-bürger da ein wirkliches Leben zeigt und es ihnlieben lehrt, wo er sonst nur einen schwebendenSchatten wahrnahm, den er nicht greifen konnte,für den er keine Empfindung hatte, eine solcheStaatsverfassung ist also unstreitig eine der vor-züglichsten Bedingungen eines edeln Geineinsinnes,der die Herzen in allen Ständen durchdringt.

Nur da aber, wo dieser Gcmcinsinn in seinerBlüt he sich findet, ruht auf kräftigen Pfeilern dasDach, das Alle beschirmt: und dicsc Hingebung deseignen Vorthcils, diese Aufopferung der eignen Per-sönlichkeit für die edleren Zwecke des allgemeinenWohls, diese ist der reiche Quell all' des Großenund Herrlichen, das die Geschichte aufweis't. Dieseaber huldigt nicht dem falschen Scheine; der reineuneigennützige Zweck, das Bewußtseyn, sein mo-