aufhört; diese vernünftige Persönlichkeit erleidetnoch unendlich viele Stufuugcn und Steigerungen,und das ganze Leben ist nur eine lange Erziebungs-schule des Menschen: indessen das Bedürfniß derelterlichen Erziehung reicht so weit nicht. Dergrößte Jrrthum ist es, die elterliche Gewalt alseine Art von Oberherrlichkeit anzusehen, wie diesim römischen Rechte geschehen ist; freilich kann beieiner Staatsgesellschaft, die selbst noch auf einerNiedern Stufe der Entwicklung steht, ein solchesverkehrtes elterliches Recht mit der politischen Ord-nung in einem richtigen Verhältnisse stehen, undein andres Bedürfniß zeigt sich bei der mehr patri-archalischen, aus dem Urzustände sich allmählig her-ausbildenden Verfassung, ein andres bei dem ge-drängten Zusammenleben >n den civilistrtcn Staatenunsres Zeitalters, wo die häusliche Erziehung sichso sehr schon durch die Nothwendigkeit abkürzt, unddie Erziehung durch das Leben so vieleSeiten hat, so früh beginnen, und so weit aus-reichen muß.
Schon Montesquieu zieht die Zweckmäßig-keit der römischen Gesetze über diesen Gegenstandfür seine Zeit in Zweifel, *) und es dürfte die
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