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Einfluß der Leidenschaften, um so häufiger derWechsel, Tausch oder Kauf ehelicher Verhaltnisse,um so unhciliger die Ehe, um so verwahrlos'terbei der großen Mehrzahl die Kinderzucht, um soverderbter dem zufolge die Generation. Durch dasstrenge Ehegcsctz wird hin und wieder der Einzelne,durch das lare ein ganzes Volk unglücklich.« *)
Der Gedanke an die Unauflöslichkeit des Ban-des, wo keine verminderte Neigung, keine getausch-ten Erwartungen, keine vorher unbekannten Män-gel nnd Unannehmlichkeiten der Person des Aus-ermählten einen Grund zum Rücktritt abgeben kön-nen, fordert Denjenigen, der den wichtigen Schrittzu t hun im Begriffe ist, zu einer ernsten und reiflichenPrüfung ans; ist die Wahl aber einmal getroffen,ist der Abschluß des frühern vereinzelten, und derAntritt des neuen gemeinschaftlichen Lebens einmalerfolgt, so hilft dass Bewußtsein? der Unmöglichkeit,das Geschehene ungeschehen zu machen, auch grö-ßere Unannehmlichkeiten, denen man sich einmalunwiderruflich unterworfen hat, als unabwendbareNotwendigkeit ertragen. Die idealischen Hoffnun-gen der Jugend gehen ohnehin selten in Erfüllung:dennoch lernt der vernünftige Mensch in der Regeldas Loos lieben, das er gezogen hat; nur bedarfes strenger Religions - und bürgerlicher Gesetze,welche den Impuls zur Resignation, den dem Men-schen sein veredeltes Gefühl gibt, nicht leichtsinnig
Aus der vortrefflichen Abhandlung d> H. Präs. vonOppen. „Ueber Ehe und Ehescheidung." Siehedes-sen Beiträge zur Revision der Gesetze. S. 124. 12S.