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der Furcht möglicher schlimmer Folgen die höchstenInteressen der Gerechtigkeit und der Humanitätzum Opfer zu bringen.
Jede Emanzipation erzeugt für den AugenblickUebelständc, so wie überhaupt jede großartige Er-scheinung des Lebens augenblickliche Stockungen,und von einem zu nahen und niedrigen Gesichts-punkte aus betrachtet, gefährliche Wirkungen er-zeugt. Selbst die Erfindung der nützlichsten Ma-schine kann für den Augenblick einem großenTheilc der Bevölkerung eines Staates, indem siedieselbe ihre Nahruugsquclle beraubt, einen em-pfindlichen Schlag versetzen; diesen rasch durchneue Anregungen der Thätigkcit in veränderter Rich-tung zu lindern, ist die Aufgabe der Staatsver-waltung, nicht, die Erfindung zu unterdrücken;Wer wollte die Erfindung der Buchdruckerkunstverdammen, weil sie Taufende von Schreiber-Hän-den außer Thätigkeit gesetzt hat?
Eine Gleichstellung der Juden im Rechte liegtim Wunsche aller humanen und denkenden Rhein-länder. In andern Ländern mag diese Gleichstel-lung unausführbar scyn, in den Rheinprovinzenist sie es nicht, weil hier die Juden sich dem Geistder Zeit gefügt, beinahe bis zur Unkenntlichkeitunter das übrige Publikum sich jgemischt haben,und ihr Glaube an sich keineswegs mit derpolitischen Ordnung der Staatsgesellschaft unver-einbar ist.
Höchst unwürdig unseres Zeitalters erscheintes überhaupt, die äußere Form des religiösen Le-bens, die mit jener der Mehrzahl oder des Herr-