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Die Ansprüche unserer Zeit an die bürgerliche Gesetzgebung in nächster Beziehung auf die bei der Gesetz-Revision für Rheinpreußen sich ergebenden Fragen
Entstehung
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und eines Struensee liberale Anordnungen inDänemark, der großen Catharina gesetzgeberische

setze Latiums für Europa nicht mehr taugen.Diese vereinigte» Stimmen, dieser Zuruf der Ver-nunft und der Philosophie ist bis zu den Thronengedrungen. Die Scene hat sich verändert und dieFürsten haben angefangen einzusehen, daß es nochein anderes Mittel gebe, um groß zu werden, alsWaffen und Gewalt, daß gute Gesetze die einzige

Stütze des Volksglücks seyen. Aber man hat

den SouverainS nicht nur gezeigt, daß die Gesetz-gebung eine Verbesserung verdiene, auch dieHindernisse sind schon aus dem Wege geräumt.

Das Volk ist nicht mehr Sklave und seine Edelnsind keine Tyrannen mehr. Der Despotismus hatin dem größten Theile Europens die Feudal - Anar-chie verbannt, und die Sitten benahmen dem Despo-tismus seine Stärke wieder. So lange man nichtdie Hand an das große Lehens - Gebäude legte, solange war keine Verbesserung des Rechtsznstandeszu hoffen. Die Könige waren zu schwach dieSache durchzusetzen; der Adel, der das Band zer-rissen hatte, das ihn mit dem Staate vereinigte,war zu mächtig, als daß er eine Verbesserung solltezugelassen haben, die bei den Rechten, welche ersich angemaßt, den Aufaug hätte machen müssen,und der übrige herabgewürdigte und verachtete Restder Bürger war zu unwissend, als daß er sie hätte

unternehmen und leiten können. Die Sou-

verains mußten daher, um diese Hindernisse weg-zuräumen , und dem Geiste jene Erhebung zu ge-ben, die ein so schweres Werk erfordert, ansangen,aus so vielen zerstreuten Massen feste Körper zubilden, und die Bande unter den Menschen wiederherzustellen. Vor Allem that es Noth, daß dieMenschen aufhörte», Sklaven zu seyn, weil die Na-