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von Mittel-Europa, und wir sehen, was wir ge-wesen, ehe wir das werden konnten, was wir sind.
»Unser menschliches Jahrhundert herbeizufüh-ren—sagt Schiller — haben sich, ohne es zuwissen, oder zu erzielen, alle vorhergehenden Zeit-alter angestrengt. Unser sind alle Schätze, welcheFleiß und Genie, Vernunft und Erfahrung imlaugen Alter der Welt endlich heimgebracht ha-ben.
Wie viele Schöpfungen der Kunst, wie vieleWunder des Fleißes, welches Licht in allen Fel-dern des Wissens, seitdem der Mensch in der trau-rigen Selbstvcrthcidigung seine Kräfte nicht mehrvnnütz Verzehrt, seitdem es in seine Willkühr ge-stellt worden, sich mit der Noth abzufinden, der erSie ganz entfliehen soll; seitdem er das kostbareVorrecht errungen hat, über seine Fähigkeiten freizu gebieten, und dem Rufe seines Genius zu fol-gen! Welche rege Thätigkcit überall, seitdem dievervielfältigten Begierden dem Erfindungögeist neueFlügel gaben, und dein Fleiß neue Räume auftha-ten! —Die Schranken sind durchbrochen , welcheStaaten und Nationen in feindseligem Egoismusabsonderten. Alle denkende Köpfe verknüpft jetztein wcltbürgerliches Band, und alles Licht seinesJahrhunderts kann nunmehr den Geist eines neu-ern Galiläi oder Erasmus beschcincn.«
Eine der schönsten Früchte gereister Humanität
5) In dem Aufsätze: „Was heißt und zu welchem Endsstudirt man Universalgeschichte ? " ( Eröffnungsredsvon Schillers historischen Vorlesungen auf der Uni-versität Jena.)