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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
949
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Lücke 919

fortgeführt. Der Enkel des Johannes, I. T. Bodel Nyenhuis, geboren 1797,trat 1819 auch in die Buchhandlung, nachdem er vorher durch Vertheidigung sei-ner Dissertation'De suribus t^pvArupiwrum et biüliopolurum in re^no bei-gice" zu Lehden Doctor der Rechte geworden war. Zu denjenigen neuem Früchtenihrer Thätigkeit, die auch für das Ausland wichtig sind, gehören vorzüglich:?6s-cium epera minera" von Lindemann (1818); Kleomedes von Bake (182t));Lelectu principum iüstorioorum ^rueeeruin loca" von Whttenbach (1820 undin spatern Ausgaben); Schulting'siVotue mi cli^estu" von Smallenburg(7 Bde., 1804 32); Apulejus fortgesetzt von Vosscha (zweiter und dritterBand, 1823); Ruhnken'sOjnrscula" (zweite Ausgabe, 1823);Wyttenbach'sOpusculu" (1823); Ruhnken'sKcknlia in Huetonium" von Geel (1828);^neociotu llemstertmsü" von Geel (1821);Libiiotüecu critiou novu" vonBake, Geel, Hamaker und Peerlkamp (6 Bde., 1821 31); SenecaD.j.rovielenti^ von Nauta (1828); Thon Smyrnäus von Gelder (1827);Otir)s<>swlni seiectu^ von Van Voordt (2 Bde., 1827 30);Uoi^Lxcorzttu Vuticanu" von Geel (1829); Theopompus von Wichers (1829)und mehre, die orientalische Literatur betreffende Werke von Hamaker und seinenehemaligen Schülern Uylenbroek, Roorda und andern aus den handschristlichenSchätzen der Bibliothek zu Lehden herausgegeben. Die Buchhandlung führt nochimmer den Titel: Universitätsbuchdruckerei und setzt die Herausgabe der ,,^unu!o8ncuüemiae öutuvue" (1816 32) fort.

Lücke (Gottfried Christian Friedrich), hanövcrischer Consistorialralh undProfessor der Theologie zu Göttingen, wurde als der älteste Sohn eines nicht un-begüterten Kaufmanns in dem Stadtchen Egeln bei Magdeburg am 23. Aug. 1797geboren. Er erhielt eine religiöse Erziehung im vaterlichen Hause und sorgfaltigenUnterricht, kam 1804 aufdieDomschule zu Magdeburg, wo vornehmlich derberühm-te Funk, damals in der vollen Rüstigkeit des Geistes, auf ihn belebend einwirkteund die Richtung und Bildung seines Geistes bestimmte, und konnte Ostern 1810die Universität Halle beziehen. Aus innerm Bedürfnisse ergriff er hier das Stu-dium der Theologie. Die Vorlesungen Knapp's und Gesenius', die Theilnahmean den Übungen des theologischen Seminars unter Leitung des Erstem, sowie diepädagogischen Übungen unter Niemeyer trugen vorzüglich zu ^seiner theologischenAusbildung bei. Durch die Lösung einer Preisaufgabe über den Gebrauch der alt-testamentlichm Apokryphen bei der Auslegung des Neuen Testaments wurde erseinen Lehrern näher bekannt und von ihnen zu dem Entschlüsse aufgemuntert, sichdem akademischen Lehramte zu widmen. Vornehmlich um sich in der Kirchenge-schichte noch weiter auszubilden, ging er 1812 nach Göttingen und wurde Schü-ler Planck's. Durch eine Prcisschrift,,!)« ecciesia upostolica" kam er in nähereVerbindung mit diesem würdigen Lehrer, der sich seiner Studien väterlich annahm,ihn 1813 als theologischen Privatdocenten nach Heidelberg empfahl, und als diewestfälische Cvnscription ihn nöthigte zu bleiben, für seine Befreiung von derselbendurch seine Fürsprache wirkte. Da inzwischen eine Repetentenstelle in der theolo-gischen Facultät zu Göttingen erledigt wurde, so erhielt er diese und damit hinläng-liche Gelegenheit, sich zu dem akademischen Lehramte vorzubereiten. Ein schönerFreundeskreis, wozu unter Andern Bunsen in Rom, Lachmann in Berlin, Bran-dis und der Dichter Ernst Schulze gehörten, wurde damals in höchstem Grade er-regend und bildend für ihn. Als 1816 das Benesicium der Repetentenstelle fürihn zu Ende ging, zog ihn die neue EntWickelung des theologischen Studiums nachBerlin, wo er noch im Sommer 1816 als Licentiat der Theologie promovirte undbesonders für die neutestamentliche Exegese sich habilitirte. Der nähere freund-schaftliche Umgang mit Schleiermacher, de Wette und Neander legte ihm die Auf-gabe nahe, die Verschiedenheit, ja die entschiedenen Gegensätze, welche diese drei