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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
745
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tigen Zeiten der Erde sehr nahe kommen könne, wenn derselbe und die Erde gleich-zeitig diesen Theil ihrer Bahnen erreichen; doch bleibt er bei der nächsten Wiederkehrüber 11 Millionen Meilen entfernt und es laßt sich auch aus den weiter fort-gesetzten Berechnungen noch nicht abschen, daß die Erde je etwas von ihm zufürchten haben werde.

Hiernachst ist noch der Komet von 1770 zu erwähnen. Messier entdecktedenselben im Zun. 1770. Er blieb lange Zeit sichtbar und konnte genau beobachtetwerden. Es zeigte sich, daß dessen Bahn wesentlich von der vorausgesetzten FormMer Parabel abwich und Eckel fand, daß der Komet eine Ellipse um die Sonnebeschreiben müsse, deren große Axe drei Mal größer als die Durchmesser der Erd-bahn sei, und daß er 5^ Jahr zu seinem Umlause brauche. Diese Berechnungstimmte mit allen Stellungen des Kometen sehr genau zusammen; sie zeigte, daßdieses Gestirn sich der Erde bis auf 310,000 Meilen genähert hatte. Allein derKomet blieb zu der erwarteten Zeit und für die Folge doch unsichtbar, obschon manihn sehr aufmerksam suchte. Er war 1776 am Tage, wo er nicht gesehen werdenkonnte, durch seine Sonnennähe gegangen, und bei der spätem Wiederkehr warseine Bahn so ganz verändert, daß, wenn man ihn auch erblickt hätte, man ihnnicht für denselben Kometen gehalten haben würde. Die große Umgestaltung derBahn des Kometen war durch die Anziehung des Planeten Jupiter bewirkt wor-den, durch dessen Trabantensystem er 1.767 und im August 1779 gegangen war.Der Komet hatte früher, ehe er das erste Mal in die Nähe des Jupiters trat, einellmtaufszeit von vielleicht 50 Jahren und einen kleinsten Abstand von etwa 100Millionen Meilen gehabt. Seine Bahn wurde durch die Kraft des Jupiters in eineEllipse von 5^ Jahren Umlaufszeit bei einem Abstände der Sonnennähe von14 Millionen Meilen verändert und erhielt 1779, als der Komet nochmals dieAnziehungssphäre des Jupiter durchlief, eine fernere Umgestaltung, sodaß er jetztwenigstens 70 Millionen Meilen von der Sonne entfernt bleibt und 20 Jahrezum Umlaufe braucht. Dieser Abstand ist aber zu groß, als daß dieser Komet vonuns gesehen werden könnte, welcher, da er im Trabantensystcm des Jupiters nichtdie geringste Störung hervorbrachte, nicht den 5000sten Theil der Erdmasse habenkann. Noch andere Kometen haben die elliptischen Krümmungen ihrer Bahnenerkennen lassen, aber ihre beträchtlichen Umlaufszeiten haben aus den wenigenBeobachtungen, die in der kurzen Zeit ihrer Sichtbarkeit gemacht worden sind, nichtmit Sicherheit abgeleitet werden können.

Durch Fernröhre gesehen, sind alle Kometen einer Anhäufung von erleuchte-ten Dünsten oder einem Nebelfleck mehr oder weniger ahnlich. Zuweilen kann manemm Kern oder eine Scheibe bei ihnen unterscheiden. Ist ihr Schweif breit undkurz, so heißen sie Haar- oder Bartkometcn, ist er sehr lang, Schweif-kometen. Die Materie der Schweife ist so fein, daß auch die kleinsten Sternedurch solche noch leicht und gut sichtbar sind, selbst in der Nachbarschaft des Kerns,du oft nur wenige Meilen im Durchmesser bar und selten größer als der Mond ist.Die Scbweife der Kometen werden erst beträchtlich, wenn diese in die Nähe derSonne kommen. Der dichte Nebel, der den Kern in großen Fernen umgibt, wirddann von Tage zu Tage Heller, der Schweif vergrößert sich immer mehr, bis derKomet durch die Sonnennähe gegangen ist, worauf eine Abnahme des Schweifsantritt und der Komet sich nach und nach unfern Blicken entzieht. Je größerdie Sonnennähe, desto größer in der Regel der Schweif. Der Komet von 1680war noch nicht so weit von der Sonne, als der Mond von der Erde; seinSchweif leuchtete in ungeheurer Größe die ganze Nacht hindurch. DieSchweife der Kometen sind im Allgemeinen abwärts der Sonne gerichtet und'br Lauf kann diese Richtung nicht verändern. Sie haben die verschiedenartig-en Formen. Gewöhnlich bilden sie einen Lichtstrcifen, der sich zuletzt in eine un-

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