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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
743
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Kometen 743

gilt auch für einen Aristokraten, ist es aber nicht in einem crassen, sondern gewißnur edeln und gemäßigten Sinne, vom Bestehenden so viel als möglich erhaltend,mäßigend und nur Schritt für Schritt aufgebend. Seinen Patriotismus undseine Rechtlichkeit in Zweifel zu ziehen, ist noch Niemanden eingefallen. Alle Vater-landsfreunde achten und lieben in K. einen Anker gegen Vergeudung, Willkür undPsaffenregiment; sie lieben in ihm eine Säule des Friedenssystems, das Ostreich

unentbehrlich ist. (17)

Kometen. Die Kometen unterscheiden sich von den Planeten durch denLichtschweif, den sie gewöhnlich abwärts der Sonne hinter sich haben und durch diesehr lang gestreckten elliptischen oder vielleicht parabolischen Bahnen, die sie inallen Richtungen am Himmel in rechtlausiger oder auch in rücklausiger Bewegungbeschreiben. Die Umlaufszeiten der Kometen, die um unsere Sonne gehen, sindsehr verschieden. Bei einigen betragen sie nur wenige Jahre, bei vielen andernJahrhunderte und Jahrtaufende, und bei den meisten vermögen wir die Periodeihrer Wiederkehr nicht einmal annähernd zu beurtheilen. Das im Allgemeinensehr schwache Licht der Kometen ist Ursache, daß wir sie nur in der Nähe der Erde,nie in großen Fernen sehen können. Die Alten, denen die Fernröhre fremd waren,vermochten nur solche Kometen zu erkennen, die sich durch ihre Größe und ihrenGlanz wesentlich auszeichneten; sie betrachteten dieselben aber nicht als wirklicheGestirne, sondern hielten sie für Bildungen in unserm Luftkreise und für Erschei-nungen, die von dem Zurückwerfen des Sonnenlichts herrühren sollten. Pytha-goras und seine Schüler, Apollonias und Seneca, nahmen zwar richtiger dieKometen für Planeten, die sich nur in einem Theile ihrer Bahnen zeigen und nachlangen Zeiten wieder zum Vorschein kommen, allein sie vermochten nicht, ihre An-sicht zu beweisen oder derselben allgemeinen Eingang zu verschassen. In dem gro-ßen Zeitraums vom 2. bis zum 16. Jahrhunderte unserer Zeitrechnung istetwas Wesentliches für die Kometcnlehre nicht geschehen. Unwissenheit und Aber-glaube hatten in dieser Periode ihre schreckliche Herrschaft ausgebreitet; man be-schäftigte sich nicht damit, die wahre Natur dieser Himmelskörper kennen zu lemen,sondem suchte nur zu erfahren, welchen Einfluß sie auf das Schicksal der Menschenund auf die Zukunft ausüben würden. Man nannte die Kometen Himmels-zeichen, ihr Erscheinen verbreitete Angst und Bangigkeit, man fürchtete Krieg,Pest, Hungersnoth und andere unglückliche.Begebenheiten. Von 1531 — 39betrachtete Peter Apian den Lauf von fünf Kometen und bemerkte zuerst, daß derenSchweife abwärts von der Sonne gerichtet sind. Die Versuche, die er und Car-danus ausführten, den Parallaxenwinkel der Kometen zu messen, ließen erkennen,daß diese Gestirne viel weiter als der Mond von der Erde abstehen. Tycho deBrahe's Beobachtungen in den Jahren 1577 — 96 bestätigten Apian's Ent-deckungen. Er fand noch, daß die Kometen sich nach allen Richtungen bewegen,und daß ihr Lauf regelmäßig sei. So sing man am Ende des 16. Jahrhun-derts an, den Einfluß der Kometen auf die irdischen Begebenheiten zu bezweifeln.Newton erschien und entdeckte die allgemeine Schwere. Er zeigte, daß dieKometen gleich den Planeten um die Sonne sich bewegen und wie diese den all-gemeinen Gesetzen, die den Lauf aller Welten regeln, unterworfen sind. Halley,Euler, Laplace und besonders Olbers und Encke bildeten diesen Theil der Astronomiedurch ihre Arbeiten bis zu der Höhe aus, deren wir uns zu erfreuen haben. Esgenügen jetzt wenige Beobachtungen, um die Bahn eines Kometen annähernd zubestimmen, und die Berechnung wird durch den Umstand erleichtert, daß sehr langeEllipsen, wie die Kometenbahnen sind, in dem Theile, den wir beobachten können,nahe mit einer Parabel zusammenfallen.

Die Bahnen folgender vier Kometen sind genauer als alle andern bekannt.1) Halley's Komet. Halley, ein Zeitgenosse Newton'S, beobachtete diesen