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Zweiter Band (1833) F bis L
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699
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Körner

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ihrer klangreichen Stimme zu wenig Abwechslung gibt, oft einen monotonen, re-citativartigen Ausdruck hat und schwach wird, statt pathetisch zu sein, wie in ihrerKatharina. Sie erhöhte ihren künstlerischen Ruhm durch ihr dramatisches Werk:^?rsucis ttie tust, UN distorica! twumu" (London 1832), das im Marz 1832in Coventgarden aufgeführt ward, und bei einigen Mangeln in der Anlage dasStudium Shakspeare's in lebendiger Charakterzeichnung und kraftiger Sprachezeigt. -

Kern er (Iustinus) wurde den 18. Febr. 1786 zu Ludwigsburg in Wür-temberg geboren, wo sein Vater Regierungscath und Oderamtmann war, und er-hielt in der dortigen lateinischen Schule und im Kloster Maulbronn den in seinemVaterlande gewöhnlichen elastischen Unterricht. Nach dem Tode des Vaters sollteer gegen seinen Witten sich dem Kaufmannsstande widmen und wurde in eine Tuch-fabrik zu Ludwigsburg gethan. Den geisttötenden Beschäftigungen, zu welchen erdort zwei Jahre lang angewiesen war, suchte er durch Einkehr in sein Inneres zuentgehen und dichtete wahrend des Nahens von Tuch- und Wollsacken Lieder undandere Poesien, die er in spaterer Zeit alle als schmerzliche Erinnerungen vernich-tete. Aus dieser drückenden Lage wurde er hauptsachlich durch Theilnahme undRath des damals zu Ludwigsburg als Prediger lebenden Dichters Eon;, dem erhäufig seine Übersetzungen aus italienischen Dichtern zur Nachbesserung vorlegte,befreit, und bezog 1804 die Universität Tübingen zum Studium der Arzneikunde.Hier fand er Ludwig Uhland, mit welchem ihn gleiche Liebe zur deutschen Dicht-kunst und hauptsächlich zur Volkspoesie aufs Innigste verband. Besonders aberwurde „Des Knaben Wunderhorn" zur Schule seines Talentes. Nach Vollen-dung seiner ärztlichen Studien begab er sich 1809 zu weiterer Ausbildung zuerstnach Hamburg, wo sein älterer, jetzt verstorbener, höchst geistreicher Bruder alsangesehener Arzt lebte, dann nach Berlin und Wien. Nachher diente er als prak-tischer Arzt und Oberamtsarzt in verschiedenen Gegenden seines Vaterlandes, biser 1819 zum Oberamtsarzte in Weinsberg ernannt wurde, wo er sich mit seinertreuen Hausfrau am Fuße der Weibertreue, deren Trümmer hauptsächlichunter seiner Leitung vom Wüste gereinigt und in die lieblichsten Anlagen verwan-delt worden sind, in freundlicher Umgebung anbaute. Sein Dichterhaus ist nachder Zeichnung eines wackern Künstlers radirt erschienen. Bald nach der Rückkehrvon seinen Reisen erschienen von ihm: „Nciseschatten von dem SchattenspielccLux" (Heidelberg 1811), ein Buch, das von einer traumhaften Phantasie undhöchst originellemHumor eingegeben ist, und auf welches Jean Paul durch ein sehrgünstiges Urtheil bald nach seinem Erscheinen die Aufmerksamkeit des Publicumslenkte. Um dieselbe Zeit besorgte er mit Uhland, Karl und Aug. Mayer, Gust.Schwab und Andern den „Schwäbischen Almanach" auf 1812, und 1813 den„Dichterwald", und half so die fröhlich und zahlreich fortblühende neueste schwä-bische Dichterschule begründen. Er gab 1812 zu Stuttgart eine Sammlung sei-ner Gedichte heraus, welche alle den Charakter des wahren Liedes tragen. Siesind schlagend, kurz, voll Seele, die Sylbenmaße durchaus lyrisch; Schmerz undLust strömt in ihnen aus voller Brust hervor; die Bilder sind überraschend, dasGefühl des Dichters ist fliegend, zuweilen etwas unstät flackernd; unübertrefflichist er in der Wehmuth und dem flüchtigen Schmerz; in einigen Romanzen offen-bart sich eine seltene Phantasie; seine gesammte Anschauungs- und Empfindungs-weise aber trägt das Gepräge einer einzigen Persönlichkeit, das durch die unbefan-gen beibehaltenen schwäbischen Provinzialismen noch verstärkt erscheint. Als Arztwidmete sich K. eine geraume Zeit den Beobachtungen der in Würtemberg so häu-figen Erscheinung von Vergiftungen durch Würste und bearbeitete diesen Gegen-stand besonders vollständig in der Schrift: „Das Fettgift oder die Fettsäure undihre Wirkungen auf den thierischen Organismus" (Tübingen 1822). Seine

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