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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
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Kapodistnas (Familie)

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zudringen und die Feinde der Nation in Nauplia selbst zu bekämpfen. Auf derandern Seite hielten es die Residenten für Pflicht, ihren Einfluß zur Abwendungdieser Katastrophe und zur Aufrechthaltung der einmal angenommenen Bestim-mungen des Protokolls vom 7. Jan. auf alle Weife geltend zu machen. Mantrat deshalb mit den Admiralen nochmals in ernste Berathung, wozu auch Hof-rath Thierfch, eben gegenwärtig und durch seine Unparteilichkeit im Besitze des Ver-trauens beider Theile, gezogen wurde. Nachgiebigkeit in einzelnen Punkten aufSeiten der bereits anerkannten Regierung, dagegen Energie und Bestimmtheit derMaßregeln, im Fall es zum Äußersten kommen sollte, schien der sicherste Weg zumZiele. Nach längerer Berathung vereinte man sich dahin: 1) die noch immer inder Haft befindlichen Glieder der Familie Mauromichalis zu befreien und nachihrer Heimath zu entlassen, wo sie am ersten ihren Einfluß zur Erhaltung vonRuhe und Ordnung geltend machen konnten; 2) den Jsthmos unverzüglich mitTruppen der Verbündeten zu besetzen, um den weitern Vordringen der Rumelio-tcn im Fall der Noch mit Gewalt Einhalt zu thun; 3) Hofrath Thierfch als Un-terhändler nochmals nach Perachore und zu Kolettis zu schicken, um diesen unddie um ihn versammelten Abgeordneten durch Zugeständnisse zu einem Vergleichezu bewegen, dem zufolge sie wenigstens ihren gewaltsamen Vorsatz, in den Pelo-ponnes einzudringen, aufgeben sollten. Von dem Erfolge dieser Sendung hingjetzt Alles ab, und man beeilte daher ihre Ausführung so viel als möglich. Schonam 25. März kam Thierfch in Argos an, besprach sich hier mit DemetriosVpsilantis einige Zeit über den Stand der Dinge und eilte dann über Ko-rinth, geleitet von den Truppen der Regierung zu Nauplia, nach Perachore zuKolettis. Fand er diesseit der megarischen Grenzgebirge überall, namentlich zuArgos und Kvrinth, allgemeine Bestürzung der vor dem gefürchteten Rumeliotcn-sturme fliehenden Bewohner, leere Wohnungen, verödere Dörfer, wüste Felder,und im Ganzen nur ein sehr schwaches Truppencorps zur Vertheidigung des Jsth-mos (etwa gegen 18VV Mann), so überraschte ihn dagegen jenseit des Gebügsdie Ordnung des rumelivtischen Lagers neben der ungestörten Betriebsamkeit derBewohner um so angenehmer, da hier die Truppen in der That Entbehrungenerdulden mußten, die bei jedem andern Heere nur zu leicht Raub und Plünderung,Meuterei und Aufruhr veranlaßt haben würden. Bei Kolettis angekommen,suchte ihn Thierfch von der Notwendigkeit zu überzeugen, in seiner jetzigen Stel-lung wenigstens noch so lange zu verweilen, bis die Ankunft eines Stellvertretersdes bereits erwählten Souverains eine alle Interessen berücksichtigende Entschei-dung herbeiführet werde. Ohne die Schwierigkeiten und Gefahren, welche derAusführung seines Vorsatzes entgegenstehen mochten, zu verkennen, gründete Ko-lettis seine Weigerung auf eine ebenso dringende inner? und äußere Notwendig-keit, welche ihm und den Skinigen den Einmarsch in den Peloponnes zur erstenPflicht mache. Auf der einen Seite sei es unmöglich, das Bestehen einer Regie-rung länger zu dulden, welche weder nach dem Willen der Nation, noch auf demselbst durch das Protokoll vom 7. Jan. verlangten Wege eingesetzt worden sei; hat-ten Augustin K. und Kolokotronis die ihnen am 9. Ott. anvertraute provisorischeGewalt niedergelegt, so habe er dagegen seinen Ancheil an derselben Gewalt wederaufgeben können noch dürfen. Der einzige Ausweg sei gewesen, durch eine freigewählte Nationalversammlung eine Musterung zu errichten, welcher gesetzlich eineallgemeine Anerkennung hätte zu Theil werden können; da man aber den von ihrerSeite in dieser Beziehung gemachten Anerbietungen nie gewillfahrt habe, sobleibe jetzt nichts übrig, als mit der gegen die Nation feindlich gesinnten Parteieinen Kampf zu beginnen, der weder lang noch blutig sein werde, von dessen Aus-gange aber Griechenlands Schicksal für alle Zukunft abhänge. Äuf der andernSeite machte Kolettis auf den Mangel aufmerksam, den sein Heer, vorzüglich seit