Kanaris 621
^^ Kindischen Gelehrtenvereinen aufgegebene Preisfragen zu bearbeiten, z. B.< fker die Ausbreitung des Christenthums; über den Nutzen der Ubersetzungen grie-
! chlscher und römischer Schriftsteller, besonders der Dickter. N-.., . ..
bedeutendsten epischen Dichtungen von Tasso Camoens' Mtte' Klopstock, sowol mit einander als in Netlek,,^ 5 5. ^llton, Voltaire undwmfch-ld d.t .-afs-fch,n P°^ üd-r dm
' M-m, und s -in- n-u-st-Pr.!«fchrist (1SZ3) übe^^Um-t?? dm^
>zMedtsamkeit und der verschiedenen Arten der Staatsberedtsamkeit. Die fürO diese Schriften gewonnenen Preismedaillen hat er dem bedrängten Vate,
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^ dargebracht. (74)
> Kanaris (Konstantin), um das Jahr 1790 zu Jpfara geboren, hattein früher Zeit in den heimischen Gewässern nach Art seiner Landsleute zumschlichten Seemann gebildet, und später ferne Kenntnisse und Ansichten durch wie-derholte Reisen in die entferntem Hafenplätze des schwarzen und des mittelländi-schen Meers, wie namentlich nach Marseille, bereits etwas erweitert, als ihm derAusbruch des griechischen Freiheitskampfes die erste Gelegenheit gab, seine aus-gezeichnete Geschicklichkeit und seltene Unerschrockenheit durch die glänzendstene - iw« ^ den Tag zu legen. Nur selten hatte man vorher unter dem alltäglichen
Treiben eines beschränkten Seehandels an K. ein ungewöhnlicheres Feuer bemerkt,welches vorzüglich deshalb Aufmerksamkeit erregte, weil es mit der ihm eigenthüm-, , lichen äußern Ruhe und scheinbaren Gleichgültigkeit im auffallendsten ContrasteUM in dir Selbst an dem Aufstande der Hellenen nahm K. im ersten Jahre keinenVAtkiju ^ peinlichen Antheil, und erst als die Jpsarioten, nach der Katastrophe von ChioSickM, ^ Frühjahre 1832, die dieser Insel zugefügte Schmach durch einen entscheiden-»WW hen Schlag gegen die türkische Flotte zu rächen beschlossen, ward K., aus sein eig-MiiiM nes Anerbieten, als der Tüchtigste und Würdigste, zum Führer zweier Brandererwählt, welche man zu diesem Zwecke besonders ausgerüstet hatte. Die feindlicheFlotte lag damals, unter den Befehlen des Kapudan Pascha, noch ruhig vor Chios,und die Mannschaft ergab sich um so ausgelassener den zur Feier des wiederkehren-den Ramazan veranstalteten Festlichkeiten, da die griechischen Fahrzeuge, welchebis jetzt noch den Canal von Chios bewacht hatten, endlich verschwunden waren.Der Kapudan Pascha hatte die Nacht vom 19. auf den 20. Jun. zu einer außer-ordentlichen Festlichkeit am Bord seines Schiffes bestimmt, wozu er sämmtlicheOffiziere der Flotte eingeladen hatte, und die überhaupt eine Menge Neugierigervon der Insel herbeizog, sodaß über 2000 Menschen auf dem Admiralschiffe ver-sammelt gewesen sein sollen. Kaum hatte man hiervon in Jpsara sichere Kunde«halten, als K. jene Nacht zur Ausführung seines Planes wählte, welcher zu-nächst die Vernichtung des feindlichen Admiralschiffes zum Zwecke hatte. Am«bmd des 18. Jun. bestieg er mit 34 entschlossenen ipsariotischen Matrofen dieLander, von denen er einen dem Hydrioten Georg Pepinis anvertraute, und
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, »" liiß, nachdem die Fahrzeug- von dem gerade anwesenden Patriarchen von- Alexandrien waren eingesegnet worden, unter den Eluckwunsch-n der MenM nur' B' l Wem Wind- dm Hafen von Jpsara, Nach einem kurzen durch plotzt.che Wmd-^ verursachten Ausenihalte auf de» Höhen der spalmadorischen Inseln amMorgen de« folgenden Tage«, liefen die Brander in den Canal von Chios -m.
und näherten sich schon bei hereinbrechender Dämmerung der türkischen Flotte so-«t, daß die vor dem Hafen aufgestellten Wachtschiffe ihnen gebieten mußten sicho entfernen. Da sie sich hierauf wirklich in der Richtung nach Tfchesme hin ver-^ 5' I ^ ergaben sich die Wächter um so sorgloser dem Geräusche des Festes.
^ Stunden verflossen, als K. mit vollen Segeln zurückkehrte,
seine Ankunft gewahrte, das Schiff des Kapudan Pascha in Brand
^ und mit dem Rufe: „Sieg den Christen!" sich und die Mannschaft auf einer