Druckschrift 
Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
565
Einzelbild herunterladen
 

Jackson 565

Rückblicken auf die Verhältnisse der Bisthümer Beuerns" (3 Hefte, Erlangen181819). Gegen die Wiederherstellung der Klöster in Baiern war gerichtet:Wahres Bild der Klöster" (2 Theile, Bamberg 182627). Eine weite Ver-breitung fand die von ihm herausgegebeneTaschenbibliothek der wichtigsten undinteressantesten See- und Landreisen" von welcher 82 Bandchcn (Nürnberg1827 32, 16.) erschienen sind. Im 39. Bandchcn dieser Sammlung hat erMaterialien zur Geschichte seines Lebens geliefert.

Jackson (Andrew), General, Präsident der Vereinigten Staaten von Nord-a.nerika, das Haupt einer einflußreichen und darum sehr angefeindeten Partei, dieseine Wahl zum Präsidenten des Eongresses am 11. Febr. 1829 bewirkt hatte,tzc stammt von irländischen Altern. Diese verließen im Jahr 1765 Irland, undam 14. März 1767 wurde Andrew aufeinem Meierhofe geboren, den sein Vaterin der Grafschaft Wex-Saw, 45 englische Meilen von der Handelsstadt Camdenin Südcarolina, besaß. Von seiner Mutter zum geistlichen Stande bestimmt, be-suchte er die Schule, als die Engländer in die Provinz einfielen. Der fünfzehnjäh-rige Jüngling, auferzogen in den politischen Gesinnungen seiner Altern, ergriffrasch die Waffen und stellte sich in die Reihe der freiwilligen Krieger. Er wurde ge-fangen. Der Offizier, der ihn gefangen genommen hatte, befahl ihm, seine Stie-feln zu putzen. Als I. dies zu thun schlechterdings sich weigerte, hieb jener ihmnach dem Kopfe; doch I. wehrte den Hieb mit der linken Hand ab, wovon er nochdie Narbe trägt. Zwei ältere Brüder fielen im Kampfe, sein Vater starb, undaus Gram bald darauf die Mutter. Nun folgte der Jüngling, jetzt 17 Jahrealt, seiner Neigung und studirte zu Salisbury die Rechte. Er wurde 1786 Ad-vokat und prakticirte in Nordcarolina. Vier Jahre spater zog er nach Nashvittein Tennessee, wo ibn seine Mitbürger zu ihrem Generaladvokaten (Procurator)wählten. Auch befehligte er die Miliz gegen die Wilden, welche er mehrmals zu-rückschlug und von fernem Einfällen abhielt. Dadurch stieg er bis zum General-major in der Militairdivision der Provinz. Als Tennessee zu einem Staate derUnion erhoben wurde, erwählte man ihn zu einem Mitglieds des Bürgerausschus-sis, welcher im Jahr 1796 die Verfassungsurkunde von Tennessee entwarf. EinJahr nachher wählte der junge Staat ihn zu seinem ersten Stellvertreter bei demKongresse, später zum Senator. Weil man aber die Regierungsform zu ändernsuchte, verzichtete er auf seine Stelle und kehrte nach Tennessee zurück. Hier er-nannten ihn seine Mitbürger im Jahr 1799 zum Oberrichter in der Provinz undzum Oberbefehlshaber der Miliz. So hatte I., kaum einige dreißig Jahre alt,vier der höchsten Stellen in seinem Vaterlande bekleidet, als er sich ins Privatlebenzurückzuziehen beschloß. Er lebte jetzt auf seinem Meierhofe am Cumberlandflusse,mit dem Landbau und mit den Studien eines Staatsbürgers beschäftigt.

Als die Vereinigten Staaten (18. Jun. 1812) den Krieg an Großbritannienerklärt hatten, übergab der Congreß dem Generalmajor I. den Heerbefehl über dieMilizen. Er rief sofort seine Mitbürger zu den Waffen und 2566 Freiwilligestellten sich unter die Fahne der Republik. Mit diesen schiffte er den Missisippihinab, um das Küstenland bei Neuorleans zu vertheidigen. Der befürchtete An-griff fand aber nicht statt, und I. erhielr den Befehl, seine Truppen zu entlassen.Nachdem er dagegen umsonst Vorstellungen gemacht hatte, kehrte er in seine Hei-nrath zurück. Allein kaum war er in Tennessee angekommen, als die Creekindianer,welchen die Spanier zu Pensacola (Florida) Waffen und Schießbedarf gegebenhatten, in das Land einfielen und alle Niederlassungen an der Grenze mit Feuerund «Schwert verheerten. Mit raschem Entschluß zog jetzt I. seine 2566 Mannbei Fayetteville zusammen, griff die Indianer an, schlug sie gänzlich, jagte sienach Florida zurück und bemächtigte sich durch Uberfall der Stadt Pensacola, wo>e Indianer und ihre Aufwiegler, einige Engländer, in Sicherheit zu sein glaub-