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Zweiter Band (1833) F bis L
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559
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Italienische Literatur der neuesten Zeit

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jg allen Staaten, die der Organe zur freien Verhandlung und Besprechung ent «^-hren, mit Grund als das wichtigste Verbindungsmittel, als die Seufzerbrückegesehen wird, wodurch ihr abgeschlossnes Zimmer mit der freien Welt in Be-Mrung steht. Eingehend in diese Ansichten, fanden namentlich die Werke Nic-iMi's, seinAntonio loscarim" (Florenz 1827) und noch mehr seine sicilischeWer ((uovanni cln vi-ocitia", Floren; 1829) stürmischen Beifall bei ihrembekanntwerden, obgleich dieKid!, ital." des letztem Trauerspiels mit keinem Worte^gedenken für gut fand. Niccolini soll jetzt mit einem Trauerspielevodnvicc»ij moro" beschäftigt sein. Gleich freie Gesinnung spricht aus Silvio Pellico's^iennove trageäie" (Turin 1812) an, der schon früher durch seine^rancescageschätzt, die offen dargelegte Gesinnung durch eine lange Gefangen-schaft aus Spielberg erhärtet hat. Nicht mit gleicher Anerkennung wie scineMlisca eli U0N2N" wurde Rosi'ni's //I'orHuuto Tusso, ckrumu storico" (Pisa1832) aufgenommen, doch erlangte es die Ehre der Aufführung, die Tedaldi8ms, der Verfasser vonvoutrice Tericiu" undI Tiesctü eri i vorig" (Mai-1829) nicht immer zu beabsichtigen scheint. Alle die genannten Dichter,mehr oder weniger nach den Fvderungen der jetzigen Zeit sich fügend, scheinen zufthlm, daß die ältere französische Tragödienform nicht mehr genügen könne. Co-nolan di Bagnolo machte daher den Versuch, in seinemTeutro trgZico" (Turinl830) Werke des Corneille umzugestalten, begreiflich mit keinem Erfolge. Kannman daher auch Pagani Cef! (8ovru il teutro tragico iwliurio", Venedig 1826)und Beduschi (8u1In stuto uttuule ckellg trg^eelig in ltaliu", Parma 1827)nicht in dem Lobspruche beistimmen, die er dem Geleisteten ertheilt, so muß mandach die UnVerdrossenheit anerkennen, die edle Kräfte einer Bühne widmet, wodas Bessere oft mühsam genug sich feinen Platz erkämpfen muß. Italiens Dichterdürfen die Ansprüche an die poetische Empfänglichkeit nicht zu hoch spannen,wenn sie bedenken, mit wem sie die Auszeichnung theilen, die Gerngesehenen aufdm Bretcrn zu sein. Mit größerer Beeiferung noch, als man ihre Werke aufsucht,übersetzt manIffland (Teutro cli liUauel", Treviso 1828), Kotzebue (Ten-lro diXot?ehue", von Gravisi, Venedig 1828, und ein zweites Mal das. 1828)mdSmbe (Teutro <Zi Scribe", Mailand 1832) und mit gleicher Beeiferungücllt man sie dar. Dieses Borgen bei fremder Armuth könnte Zweifel erregen,> cd der alte Ruhm leichter Hervorbringung den heutigen Italienern noch gebühre.Ran mußte fast Nein sagen, wenn sie nicht gleichzeitig sich eines Reichthums anImprovisatoren rühmten, wie Ceroni, Ferroni, Perfetti, Gianni, Sgricci, L.ueconi und Bridocci, der Alles überbietet, was man jemals in reichern ZeitenEllens vereinigt sah. Liebe zum Auslandischen, das den Italienern jetzt weniger^'mdartig oder barbarisch scheint, mag manchen geringem Produktionen den Zu-'"lt erleichtert haben; das Edlere, wie die Werke von Gothe und Schiller, diebmize de' Battisti, Maffei und Caimi wetteifernd übersetzten, sowie die Werke^kspeare's, die einzeln Gaet. Barbieri und Gius. Niccolini, im Ganzen Giunio'Wni mit Giac. Sormani, dann auch Virg. Semini übertrugen, verschafften^>t dem Mindern, das gleicher Abkunft sich rühmte, duldsames Hinnehmen,^nn leidet auch Italiens Publicum, außer in der Oper, am nie zu sättigenden^ Neuem; und die Förderer der Schaubühne, ungern auf den VorzugM Menge sprechen zu können, wollten lieber durch solche Mittel ihr

ümd ^ Einfluß auf das ungern lesende Publicum aufgeben. Gegen-

.in ^^p-^chungen ist das Lustspiel im heutigen Italien gewesen. Eben hattederkihl. ital."eine Geschichte desselben seit Goldoni angefangen^!lte(^ Salsi in der Fortsetzung des Ginguene die gleiche Aufgabe sich

^ deutsch von Reumont, Aachen 1839) und auffallend genug mit^ NW.-.»,, reintxaf, daß namentlich durch die Beeintrachti-