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Griechenland
Emst war, und die Entlassung der Letztern war nur Formel, da sie fortwährendsein Vertrauen und wesentlichen Einfluß auf die Handlungen der Regierung be-hielten. Überhaupt schloß sich der Kreis seiner Vertrauten, zu denen man, außerden Genannten, z. V. die Obersten Rhodios und Kalergi zahlte, immer engerwährend mehre einflußreiche Männer, welche früher seinen Ansichten gehuldigthatten, einZaimi, ein Ainian, ja selbst Rizo Neroulos, der das Ministeriumder auswärtigen Angelegenheiten an Glarakis abtrat und sich nach Ägina zurück-zog, seine Partei völlig verließen und der Opposition neue Kraft gaben. DerMittelpunkt derselben war fortwährend aufHydra, wohin sich die meisten der ausNauplia und von Ägina Verbannten und unter Andern auch Fürst Maurokorda-tos bereits im April begeben hatten. Von hier aus begann daher wieder die Haupt-bewegung gegen die Regierung. Im Mai hatte zwar der Präsident den Hydrie-ren abermals versprochen, ihre Ansprüche auf Entschädigung durch eine Commis-
sion prüfen zu lassen und den ausgemittelten Betrag innerhalb eines Monats zu
einem Drittel in baarem Gelde, ein anderes Drittel durch Abtretung vonNationcil-gütern, und den Rest durch Verschreibungen von kürzerer oder längerer Verfallzeitzu berichtigen; allein da er auf die übrigen Reklamationen der Hydrioten nicht ein-gehen wollte, so hatte auch jener Antrag keinen weitern Erfolg. KapodistriaSerklärte hierauf damals schon Hydra, als durch ein aus Karamanien kommendesSchiff verpestet, in Blokadezustand und schickte zu diesem Zwecke vier Briggs aufdie Rhede der Insel. Zu neuen Unterhandlungen erschien in den ersten Tagen desIul., unter Garantie der Residenten der drei vermittelnden Mächte, zu Nauplia eineDeputation der Hydrioten, bestehend aus dem Fürsten Maurokordatos,demAdmiralMiaulis und Konduriottis, welche nochmals den Residenten die Beschwerden derNation vorlegte und zugleich erklärte, daß, wenn man sie zwingen würde, Bür-gerblut zu vergießen, sie auch, zu diesem äußersten Mittel bereit wären. Hierüberauf das höchste erzürnt, fertigte der Präsident sogleich dem damals noch im Dienstebefindlichen Minister des Auswärtigen, Jakovaki Rizo, ein Schreiben zur Unter-zeichnung und Übergabe an die drei Residenten zu, worin diese ersucht wurden,den Hydrioten und Jpsarioten fortan keine Pässe mehr auszustellen. Rizo ver-weigerte die Unterschrift und gab seine Entlassung ein, während die Abgeordnetender Hydrioten unverrichteter Sache Napoli di Romania verließen. Ihre Rückkunftwar für Hydra das Zeichen zu Waffengewalt, wodurch man sich das entzogeneRecht wieder zu erkämpfen gedachte. Am 30. Iul. erschien Admiral Miaulis un-gefähr mit 200 Hydrioten vor Poros, wo damals die größtentheils abgetackeltegriechische Flotte lag, bemächtigte sich der Fregatte Hellas, zweier Dampfschiffe,einiger Corvetten und kleinerer Fahrzeuge, landete dann, besetzte das Marinearse-nal, sing an die eingenommenen Schisse zu bemannen und legte eine Besatzungin das vom Obersten Heidegger errichtete Fort, welches ihm Capitain Lambros, des-sen ganze Mannschaft nur aus einigen Invaliden bestand, ohne Widerstand über-lassen mußte. Sogleich schickte der Präsident eine Batterie Feldstücke unter Pao-lides, ein Corps irregulaire Truppen unter Nikitas, und einige Escadrons Rei-terei unter Oberst Kalergi nach Poros, um die Rebellen zu Land anzugreifen,während Admiral Ricord, der Einladung der Negierung folgend, mit der russi-schen Escadre den Hafen von Poros und das Fort Heidegger blokirte. EinigeTage später erschienen auch eine französische Fregatte unter dem Stationscomman-danten de Lalande, und eine englische unter den Befehlen des Capitains Lyons,welche ebenfalls von dem Präsidenten um Hülfe angesprochen worden waren, kehr-ten aber bald wieder nach Nauplia zurück, um zuvor über die unter den obwalten-den Umständen zu ergreifenden Maßregeln mit den Residenten ihrer Höfe Rück-sprache zu nehmen. Unterdessen hatte das Erscheinen einer mit Vorräthen belade?M hydriotischey Brigg am 0. Aug. Wnds, Welcher Admffal Ricyrd Am