Griechenland
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§en Festlichkeiten, aus seinem Gefängnisse zu Argos zu entkommen, und Nachtsdarauf sich in Gemeinschaft seines Bruders Pietro in Napoli einzuschiffen, wäh-rend der Versuch des dritten Bruders, auch von Spezzia aus zu entfliehen undsich dann mit jenen zu vereinigen, durch die Aufmerksamkeit seiner Wächter ver-eitelt wurde. Schon bei Napoli di Malvasi'a stieg Kadfchakos ans Land; auf sei-nen Ruf sammelte sich eine beträchtliche Schar Mainoten um ihn, und beschloßdie ihm und seiner Familie zugefügte Schmach durch die Ermordung des Gouver-neurs der Provinz zu rächen. In seiner eignen Wohnung von dem wild aufgereg-ten Haufen überfallen, rettete sich dieser unter dem Schutze seiner- Leibpalikarennach einem kleinen benachbarten Fort, welches seit dem Abzüge der Türken leerstand, ward aber auch hier von den ihm nacheilenden Mainoten sogleich einge-schlossen. Schon am 29. Jan. schickte, auf die Nachricht von diesen Ereignissen,der Präsident ein Cavaleriedetaschement unter Hadschi Christos und zwei Batail-lons unregelmäßiger Truppen von Napoli di Romania. ab, um den Gouverneurzu entsetzen und den Aufstand zu dämpfen. Gleichzeitig wurden auch gegen Mainaselbst ernstlichere Maßregeln ergriffen. Während hier der neu ernannte GouverneurKornelios mit Landtruppen gegen Kimova vorgerückt war, hatte der Mirarch Kon-stantin Kanaris, welcher sich damals am Bord der Corvette Spezzia auf der Rhedevon Armyros befand und der Regierung ergeben war, mit Konstantin Mauromi-chalis Unterhandlungen angeknüpft, welche aber sogleich abgebrochen wurden, alsder junge Mainotenhäuptling das Misgeschick und die entehrende Behandlung sei-nes Vaters erfahren hatte. Seitdem war an eine friedliche Ausgleichung, ge-schweige denn eine freiwillige Unterwerfung der Mainoten um so weniger zuden-ken, da sie, ohnedies durch das Terrain im Vortheil, eine bewaffnete Macht(nach unverbürgten Berichten 4t)<X) Mainoten, und ebensoviel ihrer Anhängerin den tiefer liegenden Gegenden) besaßen, welcher die Regierung schwerlich einegleiche hätte entgegenstellen können. Denn die regelmäßigen Truppen, deren Zu-stand sich eher verschlimmert als verbessert hatte, und unter denen seit einiger Zeitnamentlich die Desertionen in einem unglaublichen Grade überhand genommenhatten, reichten kaum hin, die nöthigen Garnisondienste zu Nauplia und in eini-gen festen Plätzen zu versehen. Zwei irregulaire Corps unter den Befehlen derObersten Zavellas und Rango, welche in Ost- und Westgriechenland cantonicten,sollen sich geradezu geweigert haben, nach Morea zu marschiren, als sie erfuhren,daß der Heerzug gegen die Mainoten gerichtet sei. Der ganze Kampf gegen dieAufrührer beschrarckte sich daher auf jene kleinen Gefechte, zu welchen ihre Aus-falle häufig Veranlassung gaben, und bei denen die wenigen Truppen der Regie-rung stets iin Nachtheil bleiben mußten. Selbst das Erscheinen des Präsidenten zuMarathonissi im April, kurz nachdem er unverrichtcter Sache die Rhede von Hy-dra verlassen hatte, welches sogar den Zweck gehabt haben soll, die Häupter derMainoten durch bedeutende Geldbewilligungen (angeblich führte Kapodistrias d«a-mals 5l),0W spanische Piaster bei sich) zum Gehorsam zurückiuführen, blieb die-ses Mal ohne allen Erfolg. Die Freilassung des Pietro Mauromichalis, und dieProklamation einer Constitution, welche die persönliche Freiheit der Bürger für dieZukunft sichern sollte, waren die Bedingungen, welche von Seiten der Mainotcnals Grundlage jedes Vergleichs mit der Regi.rung festgestellt wurden. Seineletzte Hoffnung setzte, wie es scheint, Kapodistrias unter diesen Umständen auf denBeistand der noch in Morea befindlichen französischen Truppen, und begab sichdaher sogleich von Marathonissi nach Navarin, um vielleicht deshalb mit dem Be-fehlsbader der französischen Brigade, General Schneider, vorläufig Rücksprachezu nehmen. Die Unterhandlungen, welche damals und später in dieser Beziehungwirklich stattgefunden haben mögen, sind uns nicht berannt; jedoch waren dieD.pesihen, welche der französische Resident zu Nauplia am 27. Mai von Paris
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