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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
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über die Geschichte der letzten Jahrhunderte wollte er einen Hauptstreich gegeni Luther führen, indem er aus einem Briefe desselben den Beweis zu führen suchte,

" Mis daß der Reformator selbst sein Werk für Lug und Trug erklart habe. ' Der Lehrerverschwieg, daß er diesen giftigen Pfeil aus derSchrift des Exjesuiten Doller:lLuther's katholisches Monument" (Frankfurt a. M. 1817) genommen hatte,' und wies die Stelle in den geschichtlichen Darstellungen des Reichstags zu Augs-t durch bürg von Chpträus und Cölestinus nach, mit der Bemerkung, diesen Mannern^ sei die wichtige Mittheilung ohne Zweifel nur entschlüpft und daher von spätern^Dtit Protestanten der Brief entweder nicht beachtet oder abgeleugnet worden. Die zahl-reichen Zuhörer, welche die Neugier versammelt hatte, sowol Protestanten alsKatholiken, zeigten ziemlich allgemein ihr Misfallen auf eine so stürmische Weise,^ der Lehrer sich entfernen mußte, und es für rathsam hielt, bald nachher sei-Abschied zu nehmen, worauf er sich den Jesuiten auch äußerlich anschloß,angeführte Stelle aus Luther's Briefe machte indeß viel Auf-^ sehen, und G. hielt zur Verständigung des Publicums es für nöthig, dar-zuthun, daß der Brief, aus welchem die angeführte Stelle genommen war, auchvon Protestanten oft mitgetheilt, von Katholiken häufig zu verleumderischen An-griffen gemisbraucht worden sei, jene Stelle aber in ihrem AusammenhangeMs nichts Anstößiges enthalte. Mit Lücke gab G. dieZeitschrift für gebildeteChristen der evangelischen Kirche" (Elberfeld 182324) heraus. Durch dieZeitverhältnisse veranlaßt waren auch seineZwei Abhandlungen über kirchlicheWM Gegenstände: 1) Über die Foderung des katholischen Klerus, daß in gemischtenWm, Ä Ehen sämmtliche Kinder katholisch erzogen werden sollen. 2) Über die neuestenkwiM» Unionsversuche in Bremen" (Bonn 1824). Sein Hauptwerk ist dasLehrbuchchtzf Ä H >!? der Kirchengeschichte" (Bonn, erster Bd. 1824, dritte Aufl. 1831; zweiten BandesMismM erste Abtheil. 1825; dritte Aufl. 1831, zweite Abtheil. 1826, zweite Aufl.iMD, 1828; dritte Abtheil. 1829). Das Eigenthümliche dieses tresslichen Werkes,MMckzf das bis 1409 reicht, besteht darin, daß der Text eine pragmatische Übersicht derKirchengeschichte liefert, die Anmerkungen aber literarische Bemerkungen, Recht-MmKA fertigüngen des Urtheils, genauere Erörterungen der Thatsachen, und zur Be-dMmsm glaubigung sowol als zur nähern Charakteristik der verschiedenen Zeiten reichemlM mk Mitteilungen aus den Quellen geben. Der Leser erhält neben der Ansicht desErzählers auch die Unterlagen zu einem selbständigen Urtheil, und gerade dieseMdir Eigenthümlichkeit möchte diesem Werke so ausgezeichneten Beifall gewonnenhaben, da auf dem Gebiete der Kirchengeschichte unbegründetes Absprechen inirgend einem kirchlichen oder philosophischen Interesse so häufig ist. Zu Ullmann's2 ^ ^ und Umbreit's Zeitschrist:Studien und Kritiken" (Hamburg 1828 fg.), hat G.

Beitrage geliefert, sowie zu Keil's und Tzschirner'sAnalekten", Stäud-lin's und Tzschirner'sArchiv für alte und neue Kirchengeschichte", und Stäud-, , lin's, Tzschirner's und Vater'sKirchenhistorisches Archiv". Unter seinen aka-( demischen Gelegenheitsschristen zeichnen wir die Festrede bei der Jubelfeier 1830) aus:De mociestin, zwaecchua evungelici consessoris virtute".

Gifford (William), wurde 1757 zu Ashburton in Devonshire geboren,als sein Vater, ein Glaser, der früher in jugendlichem Leichtsinne seiner HeimathZ entflohen und mit einer Zigeunerbande herumgeschwärmt war, sein Gewerbe undy ' ( seine Frau verlassen hatte, um auf dem Meere Schutz gegen die Strafe für ein po-- i - lizciliches Vergehen zu suchen. Unter der Pflege seiner Mutter erhielt der Knabedürftigen Unterricht bei einer Schulmeisterin, und später, nach seines Vaters Rück-,. - . kehr, in einer Freischule, wo er auch nicht mehr als Lesen, Schreiben und Rechnenlernte. Im dreizehnten Jahre verwaist, nahm ein harter Gläubiger die geringe Habeder unglücklichen Mutter für ein Darlehn, das er ihr in ihrem Witwenstande gege-. den hatte, dem Knaben aber, dessen Pathe er war, öffnete er sein Haus, und schickte