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schlofsenheit und Geistesgegenwart besonders dazu beitrug, den zögernden östrei-chischen General Colloredo zu bewegen, den linken Flügel der Franzosen zu um-gehen, wodurch der Sieg entschieden wurde. Im September war G. bei demHeerhaufen des Grafen Platoff in der Gegend von Altenburg und vollzog mirglücklichem Erfolge den Auftrag, an der Spitze eines Kosackenhaufexs mitten durchdas feindliche Lager zwischen Lützen und Naumburg die Verbindung mit dem Heeredes Kronprinzen von Schweden bei Hatte herzustellen. Wahrend der Schlacht beiLeipzig leistete er mit dem Reiterhaufen, den er anführte, wichtige Dienste, under war es, welchem der würtembergische General Normann und später der sächsi-sche General Ryssel ihren Entschluß mittheilten, zu den Verbündeten überzugehen.Am 19. Oct. wurde G. mit zwei Kosackenregimentern nach Weimar entsendet, umvor den in vollem Rückzüge weichenden Franzosen einzutreffen und den Herzog zuschützen. Am folgenden Tage übersiel er den von Bertrand angeführten feindlichenHeerhaufen, und seiner Tapferkeit hatte die Stadt ihre Rettung zu danken, alsam 22. Oct. der französische General Lefebvre-Desnouettes Weimar bedrohte. Erfolgte dem französischen Heere, immer kämpfend, und focht tapfer in der Schlachtbei Hanau. Zum Obersten befördert, machte er den Feldzug von 1814 unter demHerzog von Weimar, als dieser den Oberbefehl über sammtliche sächsische Truppenerhalten hatte. Mit dem Herzog in Brüssel angekommen, wurde G. mit einemKosackenregiment und sächsischen Reitern entsendet, um über die Scheide zu setzen,zwischen den feindlichen Festungen durchzugehen und Proclamationen zu Gunstender Bourbons zu verbreiten, was er mit großem Eifer betrieb. An der Spitze die-ses kleinen Haufens, ohne Fußvolk und ohne Geschütz, drang er im Februar undMarz ins westliche Frankreich ein, im Rücken des Feindes gegen einzelne Krieger-haufen und bewaffnete Landleute kämpfend, hemmte die Verbindung der französi-schen Heere im Innern, befreite viele Kriegsgefangene, lieferte dem Heere über2000 Wagen mit Lebensmitteln und nahm durch einen raschen Angriff die be-festigte Stadt Saint-Quentin. Zwar mit Orden geziert und für seine Ver-dienste belobt, erhielt G. doch am Ende des Feldzugs sonst nicht die min-deste Belohnung, und erst 1820 ward er General. Beim Ausbruche des Krie-ges gegen die Türken 1828 kam G. wieder auf den alten Schauplatz seinesWassenruhms, indem er den Vortrab des sechsten Corps unter dem General Rothführte und am 12. Mai Bukarescht besetzte. Konnten auch bei den Unfällen, welchedurch die obere Leitung des Krieges herbeigeführt wurden, seine Anstrengungennicht unterstützt werden, so behauptete er doch die kleine Walachei, welche der rechteFlügel der Russen besetzt hatte, schlug den Pascha von Widdin und errichtete inder Walachei aus den Eingeborenen ein Pandurencorps, das den Russen guteDienste leistete. Die günstigem Ergebnisse des zweiten Feldzugs gestatteten auchihm eine kräftigere Thätigkeir. Er machte mit seinen Panduren Streifzüge in dastürkische Gebiet, eroberte im Jun. die feste Stadt Rachowa, deren Fall die Über-gabe der Festung Silistria zur Folge hatte, und als nach dem Abschlüsse des Frie-dens der Pascha von Skutari die Russen im Rücken bedrohte, vereitelte G. durchrasche Bewegungen und tapfern Angriff den gefährlichen Anschlag. Nach dem Endedes Feldzugs besuchte er seine Heimath, wo er festlich empfangen ward. Als im Febr.1831 ein russisches Heer in Polen einrückte, führte G. ein fliegendes Reitercerps,das Zamosc bedrohte. Das Glück war ihm nicht günstig, und in dem nächtlichenÜberfalle des russischen Lagers am 31. März wurde G.'s Heerabtheilung, die denVortrab bildete, fast ganz aufgerieben, und er mußte sich mit dem General Rosenzurückziehen. War er später, als die russischen Streitkräfte jenseit der Weichsel sichverstärkten, glücklicher, so konnte er doch auf diesem Schauplatz und gegen dieseFeinde weniger Gelegenheit als in frühern Kriegen finden, sein Parteigängertalentzu zeigen.
Conv.-Lex. der neuesten Zeit und Literatur, U. 10