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erwartet eröffnete. Er erhielt nämlich durch Tychsen's Empfehlung die erledigteProfessur der orientalischen Literatur an der Universität zu Kasan, die er 1807antrat. Durch den 1815 erfolgten Tod Tychsen's wurde der orientalische Lehrstuhlin Rostock erledigt, und man beeilte sich jetzt, F. als den würdigsten Nachfolgerseines Lehrers nach Rostock zurückzurufen. Diesem Rufe folgend, war F,, be-reits auf dem Rückwege nach der Heimath begriffen, in Petersburg angekommen,als man ihn hier durch Gehaltserhöhung und ehrenvolle Anstellungen und Aus-zeichnungen jeder Art für Rußland zu erhalten bemüht war. Er wurde zum or-dentlichen Mitglieds der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften zu Petersburgfür das Fach der orientalischen Alterthümer und Oberbibliothekar, zum Directordes asiatischen Museums und zum Ehrenbibliothekar bei der kaiserlichen öffentlichenBibliothek ernannt, sowie später zum Staatsrath und zum Ritter des St.-An-nenordens zweiter Classe. Die erste Frucht seiner orientalischen Studien war eineStipendiatenschrift: ,,^SMptu8 uuctnre Ibn ul-Vardi" (Halle 1804), her-vorgegangen aus einer fehlervollen Abschrift eines spanischen arabischen Codex inTychsen's Bibliothek und theilweise verbessert durch die Vergleichung einer dresd-ner Handschrift. Er gab 1806 zu Rostock zur Erlangung der philosophischenDoctorwürde die überall wohl aufgenommene Dissertation: „^urui-um exe^otico-criticaruin in Natiumum proz>tietam speoimen", heraus, worin glücklicheAufklärungen aus dem Arabischen versucht wurden. Die erste in Kasan (1808)von ihm herausgegebene Schrift ist in arabischer Sprache geschrieben und enthälteine Beschreibung von acht samanidischen und neun buidischen Münzen, deneneine kurze Ubersicht der Fürsten, wie sie in der Regierung folgten, vorgesetzt wor-den. Eine lateinische, von dem Nachfolger F.'s in Kasan, dem Collegien-rath Erdmann besorgte, mit zweckmäßigen Anmerkungen und einer Kupfertafelbegleitete Ubersetzung führt den Titel: „(Aristiuni ?raeün de gpübusdam 8e-Memidarum numis sckediasma" (Göttingen 1816). Von den gründlichstenSprachkenntnissen unterstützt, dem seltensten Glücke begünstigt, welches überl?0,000 mohammedanische Münzen, von deren Dasein man zum Theil nurgeringe, zum Theil gar keine Kenntniß gehabt hatte, aus allen Gegendenihm zuführte, und von einem scharfen, geübten und richtigen Blicke geleitet,erwarb sich F. bald durch eine Reihe der gediegensten Arbeiten den von allen ur-teilsfähigen Gelehrten Deutschlands und des Auslands mit völliger Übereinstim-mung ihm gezollten Ruhm, daß er unter allen Kennern und Entzifferern moham-medanischer Münzen, die je gelebt, den ersten Platz einnehme. In der That,wahrhaft staunenswert sind die unermüdeten Bestrebungen F.'s in dem ausge-breiteten Gebiete der mohammedanischen Münzkunde, die zugleich einen seltenenSchatz von geographischen und historischen Aufklärungen und den feinsten Sprachbe-merkungen enthalten. Aber nicht minder ausgezeichnet, und als ein ebenso glück-licher Entzifferer offenbart sich F. in der Kunst, die schwersten kusischen Denkmälermit Leichtigkeit und befriedigend zu deuten. Ein drittes Hauptverdienst hat sichF. um die Textberichtigung, die Bekanntmachung und gelehrte Ausstattung ara-bischer Geschichtsguellen erworben. Wir nennen hier: „De uradieorum etiamuuctnrnm libris vulgaris crisi poseentikus emuculari exemplo pusito Histeriae8Aracenicse L!macmi" (Kasan 1815), in welcher Schrift überall Zurechtweisungenanderer Ausleger und Verbesserungen ausgeftreuet sind. Auszuzeichnen sind auchdiejenigen Schriften, wodurch der ältesten russischen Geschichte aus ungedrucktenarabischen Urkunden ein neues, längst ersehntes Licht angezündet worden. Erwah-ncnswerth ist noch, daß F. den Reichthum des asiatischen Museums in Petersburgan arabischen, persischen und türkischen Handschriften, Alterthümern, Merkwürdig-keiten und Seltenheiten aller Art mit genauer Bezeichnung der in den neuesten Zei-ten durch Ankäufe, Geschenke und Erbeutungen in dem letzten Kriege mit den Tür-ken, sowol in sorgfaltigen Übersichten als in lehrreichen Beschreibungen zur Kennt-