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1 (1792) [A - D]
Entstehung
Seite
703
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D o r

Dor 70Z

Die Griechen sagten, wie Vicru-vius berichtet, daß Torns, KöniginAchaja, einen Tempel gebaut habe,der diese Bauart gehabt, die denGriechen so wohl gefallen, daß siehernach vielfältig nachgeahmt wor-den. Nach Pokoks Bericht aber fin-det man in Amcwa, einer sehr altenägyptischen Stadt, Säul.n, die ei-ne große Aehnlichkeit mit den dori-schen haben. Ohne Zweifel ist dieseOrdnung anfanglich blos zu Tem-peln gebraucht worden, und manließ, da alles noch von Holz war,den Raum zwischen den Balken offen.Vcrmurhlich sah man noch zu denZeiten deslLuripides ganz alrcTem-pel, wo das Gebalke so war; denndieser Dichter laßt, wie Noinkel-mann *) sehr wol anmerkt, in seinerIphigenie! den Pylades dem Grestesden Vorschlag thun, sie wollen durch*) lieber die Baukunst der Alten. S. -4.

den offenen Raum zwischen den Tri-glyphcn in den Tempel der Dianahereinsteigcn. Ein ehemaliger guterBaumeister in Berlin hat den Einfallgehabt, dieses so gar in einem vonStein gemachten dorischen Gebalkenachzuahmen, wie daselbst an deinEnde des sogenannten Mühlcndam-mes zu sehen ist.

Dieser offene Raum zwischen denBalken mag einen Priester auf denEinfall gebracht haben, die Schä-del von den Opferthicrcn dahin zusetzen, und daher entstund vermuth-lich ein nachher allgemeiner Ge-brauch dieses zu thun. Als manhernach die Gebalke von Steinenmachte, und die Mctopen ausmauer-te, war man so sehr gewohnt, Schä-del von Opferthieren an diesen Stel-len zu sehen, daß solche in den Me-topcn in Stein ausgchaucn wurden.Man muß eine sehr übertriebene Lic-