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kene Leute weder ihre Ausbrüte nochihre Gedanken genau abmessen: sowar es natürlich, daß die Dithyram-ben in Gedanken uud Ausdrükcn et-was ganz besonders und zum Thcilausschweifendes und verwegenes ha-ben mußten. Horaz bezeichnet denCharakter der von Pindar verfertig-ten Dithyramben durch drey Züge:
— ycr suäaces nova Oirbg-riim»b»s
Verb» clevolvic, numcrisgue/er»rur
/.ege /»Iuris ^).
Cr nennt die ganze Dichtungsartkühn oder verwegen, vcrmuthlichwegen des rasenden Tones derselben;denn schreibt er ihr neue Wörter zu,die in der That sehr häufig müssenvorgekommen scyn, da der dithyram-bische Ausdruk zum Sprüchwort wor-den; endlich sagt er, sie binden sichan kein Metrum. Ein alter Scho-liast merkt hicbcy an, daß der Ge-saug mit einerlei) Stimme oder Ton,vom Niederschlag bis zum Aufschlagfortgegangen. Aus diesem allem aberläßc sich doch die eigentliche Beschaf-fenheit dieser Lieder nicht genau er-kennen. Pindar sagt, sie seyen inCorinth zuerst aufgekommen; undAristocelcs gicbt den Arion für ihrenErfinder an.
Ein deutscher Dichter hat vor ei-nigen Iahren Oden unter dem TitelDithyramben herausgegeben, derenInhalt aber nicht Bacchus, sondernSiege und Kriegsthaten sind. OerZwck des Dichters war, wie er selbstsagt, kühne lyrische Poesien zu lie-fern, die den höchsten Grad der Begei-sterung hätten, und in einer derselbenangemessenen rauschenden und volltö-nenden Sprache vorgetragen wären.Dieses sind also nur in ganz nneigcnt-lichem Verstände Dithyramben *').
*) oä, v.iv.
") S. Briese über d e neue Litteraturxxi.Thcil S>4- und sf.
D i t
Ncberhaupt scheinet der gegenwär-tige Gebrauch der Dichtkunst, nachwelchem sie von öffentlichen Fcyer-lichkcitcn, wenigstens von solchen, woeine hüpfende Begeisterung statthat-te, ausgeschlossen ist, auch die ei-gentlichen und uncigentlichen Dithy-ramben von unfern Dichtnngsartenauszuschließen. Wir wollen nicht inAbrede seyn, daß eine etwas ausge-lassene Freude bisweilen gute Wür-kung auf Leib und Gemüth habenkönne, und also das Horazischc I)o.I-cs elf seligere in loco gern unter-schreiben; aber dazu sind eben keineDithyramben nothwendig.
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Aussrc den Anmerkungen, welche vonverschiedenen Commcntatoren und Ucber-sctzem der Dichtkunst des Aristoteles zudem, was dieser von den Dithyramben im>ten Kap. gesagt hat, vorzüglich von Th.Twining, Ailm. i und 17 gemacht wordensind,' handeln davon, unter MehrerinCrcnius, in s. Annierk. zum EasaubonuS,Ida 8zrzn. (-rsec. Poe/. S. 28> der Rani-bachschcn Ausgabe (Littcrar. Nachr.) —Der 1'niKsr. De Oeereco /.nce-laemo.ni»r. corirrs ggmocbeum Wlefium. —Ger. Joh. Vossills, in s. Inikirur. goer.1.1b. III. c.16. — Udcno Nlsicli in dem»64 prog. des ztcn Bds. — /.errera/o-yra la poe/is ciirirsmb. ös .ssless. ^sti-mari, dir. 1628. >2. — Tav. ZAuadrio,im 2tcn B. s. 8ror. e l/sg. ci'oZn! poc-lis, S. 477. — Oi/cours /ur le IZirb^»rsmke, in dem ztcnB. S.502 der vo-lleres lirrer. pzr. 176g. 12. 4 B. —-Vortrcflichc cinzclc Bemerkungen darüberfinden sich in den Fragm. über die neuereDeutsche klttcratur, 2te SammlungS. 298. — —
Geschrieben sind, von Dichtern neue-rer Völker dem Nahmen nach, viel Di-thyramben, als, unter den Italienern:Von Ugolino Ugolini (1240. in den Ulmsöi cllv. nobil! poerl 17o/c. rs>, cia l)!on,^.rsrragi, Ven. l 565. 8- 2 P.) INdcr/avola äel vr/eo des Ang. Polizlano,
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