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1 (1792) [A - D]
Entstehung
Seite
693
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D i s

ter sich in die Terz des folgendenGrundtones.

Diese Dissonanz wird in den ver-schiedenen Umkehrungen des Septi-menaccords bald zurOuiute, bald zurTerz, bald zum Grundton wieaus der Tabelle, wo zugleich die Vor-bereitungen und Auflösungen dieserwesentlichen Dissonanz deutlich ange-zeigte sind, zu sehen ist.

Dieses sind also die drey Arten derDissonanzen, und die Gelegenheitenoder Veranlassungen, durch welcheihr Gebrauch eingeführt worden.Die zweyte Art oder die Vorhaltedienen, chic consonirende Harmonieaufzuhalten, um das Verlangen nachderselben zu erwekcn, zugleich aberhaben sie, vermittelst der Bindun-gen, aus den Gang des Taktes einenEinfluß, indem sie die Takte in ein-ander verschlingen, und dadurch dieAufmerksamkeit unaufhörlich reizen.Die dritte Art, nämlich die wesent-lichen, hindern die Ruhe, die mansonst bey der Harmonie des Drcy-klanges finden würde, leiteil dasGehör nach dem Schlüsse auf dernächsten Harmonie, und können, wennsie in verschiedenen hintereinanderfolgenden Accoi den angebracht wer-den, die Empfindung in einer lan-gen Erwartung halten.

Also kann man überhaupt sagen,daß die Dissonanzen viel Lebhaftig-keit in die Musik bringen, und wich-tige Hnlfsmittel zum guten Ausdruksind; da sie enge Verbindungen, Auf-haltungen, Verwiklungcn, Envar-tungen und Täuschungen des Gehörserwekcn.

Endlich ist noch ein Fall zu be-merken, wodurch bisweilen bey Aus-weichungen auch Dissonanzen voneiner besonder» Art entstehen, näm-lich die übermäßigen Intervalle.Nichts ist geschiktcr einen Ton an-Mündigen, als das 8ubiemitc>.liium desselben, oder seine große

*) S. Septime.

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Septime. Wenn man dabcr ganzschnell in einen Ton hineintretcnwill, so kann dieses füglich dadurchgeschehe», daß man in dem vorher-gehenden Accord plötzlich seine großeSeptime als einen fremden Ton hö-ren läßt; daber entstehen die über-mäßigen Dissonanzen, wovon dieBcyspiele in der folgenden Tabellezu sehen sind.

Tabelle der Dissonanzen,

m welcher ihre Verhältnisse und ihrGebrauch deutlich zu erkennensind.

I. Die übermäßige Prime und inder Umkchrung sie verminderteGcrave.

Sie ist eigentlich der Unterschiedzwischen der großen und kleinenTerz, folglich nach ihrem reinenVerhältnis; Z4; kommt aber inunserni System in vielerlei) Ver-hältnissen vor.

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Die bcyden letzten Arten sind zu groß,um als übermäßige Primen gebrauchtzn werden; das Ohr empfindet diekleine Secunde.

Diese Dissonanz wird gebraucht>) durchgehend in den obern Stim-men; da man die natürliche Octaveoder Prime in einem Accord bey lie-gendem Basse verläßt, und sie umeinen halben Ton erhöht nimmt, umTx z dadurch,