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der Dissonanzen noch deutlicher wer»den. Wir merken von diesen Disso-nanzen nur noch dieses an, daß wirihnen in diesem Werk den Namen derzufälligen Dissonanzen gegeben ha-ben, weil sie nur eine Zeitlang dieStelle der Consonanzcn, in welche sieeintreten, einnehmen, und sonst indem Fortgang der Harmonie nichtsändern. Durch diesen Namen unter-scheiden wir sie von den Dissonanzen,von welchen sogleich soll gesprochenwerden, die wir rvesenrliche Disso-nanzen nennen.
Diese dritte Gattung der Disso-nanzen können deßwegcurvcscnrlickegencnnt werden, weil dieselben nichtwie die vorhergehenden, blos eineZeitlang die Stellen der Consonan-zcn, in die sie ubergehen,, einnehmen,sondern eine ihnen eigene Stelle be-haupten, und den consonircndenAc-cordcn hinzugefügt oder eingemischtwerden.
Den Ursprung des Gebrauchs die-ser Dissonanzen hat der Herr oÄlem-berr auf eine sehr natürliche Weiseerklart, indem er angemerkt, daß sieallemal auf der Dominante einesDurtons, in welchem man schließenwill, norhwendig werden. FolgendeBeyspiele werden dieses deutlich ma-chen:
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Man setze, daß inan in (l dur auf derDominante den Drepklang zur Har-monie genommen habe, wie hier bcy, und 2, von da aber in dem Haupt-ton L schließen wolle: so wird manlelcht begreifen,^ daß die Septimenothwendig müsse zu Hülfe genom-men werden, um die Harmonie nachdem Hauptton zu lenken. Denn ohnediese Septime ist nichts vorhanden,das das Gehör nach dem Schluß inL lenkt; man kann in stehen blei-ben, oder von da hingehen, wo manwill, weil ein völlig consonirender Ac-cord die Fortschreitnng der Harmonieganz unbestimmt laßt. Ferner istauch offenbar, daß man bey demDreyklang aufL ungewiß ist, in wel-chem Haupttone man sich befindet, in-dem diese Harmonie sowol der Do-minante des Tons L dur, als demTon S als Hauptton zukommt.
Diese doppelte Ungewißheit oderUnbestimmtheit in Ansehung der Har-monie und Fortschreitung wird ge-hoben , sobald man eines der Inter-valle des Dreyklanges verlaßt, unddie Septime dafür nimmt. Denndiese laßt das Gehör nicht langer nnZweifel, daß der Accord, den manHort, der Accord auf der Domi-nante des Haupttones L dur scn,weil der Hauptton 6 dur in seinerTonleiter nicht b"> sondern b"is hat.Eben so würde man im dritten Bcy-spicl, indem man auf den Accordkommt, den Ton b' aus dem vor-hergehenden Accord liegen lassen, umden Accord auf 6, als den Accordauf der Dominante des HauptronesL dur zu bezeichnen. Da nun aberdiese hinzugefügte Septime stark dis-sonirt, so entsteht die Nothwendig-keit, sie in der nächsten Harmoniein eine Consonanz übergehen zu las-sen. Weil nun der Schluß in denHauptton geht, dessen Quarte dieSeptime der Dominante ist, so trittsie natürlicher Weise einen Grad un-ter