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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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686
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0Lü Die Di 6

D i s

Diesis.

(Musik.)

Ä?ar bey den Griechen der Name ei-nes kleinen Intervalls, dessen Großeaber verschiedentlich angegeben wird.Aristoxsnus, der in seiner Einbil-dung den ganzen Ton in drei) oderauch in vier Intervalle thcilre, nenn-te den vierten Theil desselben, (alsonach unsrer Art zu reden den Ton,der mitten zwischen L und Eis fiele)eine cnharmonische Diesis, den drit-ten Theil die kleine chromatische Die-sis, den halben Ton aber die großeDiesis.

Von dieser letzten Bedeutungkommt es, daß die Neuern an eini-gen Orten dem Zeichen x, das dieDeutschen insgemein ein Rreuz nen-nen, den Namen Diesis geben, weiles die Note, vor welcher es sieht,Ulm einen halben Ton erhöhet. Sowerden in Frankreich die Tone, dieWir Eis und vis nennen, Dt-llielisoder äisle und Re. illelö genennt.

D i s.

(Musik.)

Der Name der vierten Sayte un-srer heutigen diatonisch-chromati-schen Tonleiter. Ihre Lange ver-halt sich zu der Lange der Sayte Ewie zu i. Sic macht also gegenE eine merklich unter sich schwebendekleine Terz aus, wird aber ansiattder reinen kleinen Terz zu L moll ge-braucht. Eben diese Sayte wird alsdie große Terz zu kl gebraucht; sieschwebt aber merklich über sich, in-dem ihrVcrhaltniß^T anstatt? ist.Endlich wird sie auch selbst als einGruudton gebraucht, aus welchemsowol in der harten als in der wei-chen Tonart kann gespielt werden.Dis moll kommt aber sehr selten vor,weil es sehr schwer ist, daraus zuspielen.

D i s c a tt t.

(Musik.)

Eine der vier Hauptgattungen, inwelche die menschliche Stimme inAnsehung ihrer Höhe eingetheiltwird, und zwar die höchste, welchenur Kinder, oder die weibliche Keh-le, oder Casiraten erreichen. Die-se Stimme wird deswegen von denItalienern 8oprano, und von denFranzosen Is vssius, die oberste ge-nennt. Hiernachst nennt man auchden für diese höchste Stimme gesetz-ten Gesang den Discant, dem manauch im Schreiben der Noten die ober-ste Stelle giebt.

Man unterscheidet aber in der Dis-kantstimme wieder zwcy Mittclarten,die der hohe und der tiefe Sopran ge-nennt werden. Dieser letztere schei-net wegen der Falle des Tones vordem andern einen Vorzug zu haben.

Es laßt sich aus dem Namem die-ser Stimme, der eigentlich so vielals einen zweyten Gesang bedeutet,muthmaßen, daß in den alten Zei-ten der Gesang nur einstimmig ge-wesen, und daß gcschikte Sänger,die diese Stimme mitsingen sollten,durch ein natürliches Gefühl derHarmoniegeleitet, eine andre in har-monircnden Intervallen dazu gesun-gen haben ch, daß hernach dieses dieTonsetzer aus die Gedanken gebrachthat, zwey oder noch mehr Stimmenzugleich singen zu lassen, woraus

denn

*) Deutlich erhellet dieses aus folgen-der Stelle des Iobann von Muris,die Rousseau in seinem Wörterbuchunter dem Wort vilcanr anführet.

, qni llmul cum unovcl pluiilms chilciccr canrsr, nc cxMitmÄis tuniz idnus unus Kiir, iw»»»-'inte con-

Diese con-

cvrs mixrio zeiget deutlich das, wasmir ikt Harmonie nennen, an. Wiedenn das, was mir ltzt Consonan;nennen, ehedem Cvncvrdanz genenntworden ist.