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1 (1792) [A - D]
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wahnunq geschehen, dessen Beschrei-bung hier eine» Platz verdienet.

Es ist ein Grabmal einer tugend-haften und sehr schonen Frauen, wel-che durch eine schwere Geburt ihrLeben eingebüßt hat. Dieses Denk-mal stellt ein Grab vor, mit einemganz schlechten Stein bedekt. Sobald mau aber naher herantritt, wirdman plötzlich in die erstaunliche Sce-ne versetzt, wo die Graber sich off-nen und ihre Tobten lebendig wiederhergeben werden. Man findet denGrabstein durch ein gewaltiges Be-ben der Erde mitten von einander ge-borsten, und durch die daher entsinndene Oeffnung sieht man die dort be-grabene Person, mit allen Empfin-dungen der Secligkeit, in welche sienebst ihrem Kinde nun soll versetztwerden, auf dem Gesichte und in derganzen Bewegung. Sie tragt ihrKind, das nun auch lebt, in demlinken Arm, lind mit den, rechtenstoßt sie den geborstenen Grabsteinin die Hohe, um aus dem Grabeheraus zu steigen. Um den Grabsteinstehen die Worte: -Hier bin Wh, -Herr,und das Rind, das du mir gege-ben Haff, nebst dem Namen der Ver-storbenen.

Wäre der Gebraust) öffentlicherDenkmäler so allgemein, wie er seynsollte, so wäre es alsdenn der MüheWerth, nach dem Benspicl, das K,ud.uug Oer XI V. in Frankreich gegebenhat, in jedem Land die Erfindungderselben, und die Aufsicht über dieAusführung, einer Gesellschaft ge-lehrter und in den schonen Künstenerfahrner Männer aufzutragen.

Es ist kaum etwas, darinn die heu-tigen Sitten und Gewohnheiten sichvon den ehemaligen Sitten der Grie-chen weiter entfernen, als der Ge-brauch der Denkmäler. Man darf,um davon überzeugt zu scyn, nurden Pausamas lesen. Ein Griechekonnte weder in den Städten noch aufden Landstraßen tausend Schritte ge-

ben, ohne ein wichtiges Denkmal an-zutreffen. Die Grabmaler wurdennicht, wie itzt geschieht, an Oertergesetzt, wo niemand sich gerne ver-weilt, und wohin fein Mensch geht,um einen vergnügten Spatzicrgangzu thun, sondern an dieLandstraßen,wo sie niemanden unbemerkt bleibenkonnten. In den Städten warenalle öffentliche Plätze, alle Spatzicr-gänge und verschiedene besonders da-zu aufgeführte Gebäude, mit öffent-lichen Denkmälern angefüllt; so daßein Grieche nirgend wohin gehen konn-te, da ihm nicht häufige Gelegenhei-ten zu sehr ernsthaften und den Geisterhöhenden Betrachtungen vorkamen.Von dergleichen edeln und zugleichsehr angenehmen Veranstaltungensieht man gegenwärtig kaum noch hierund da einige schwache Spuren.

(*) Von Denkmählern gicbt Nach-richt: llllcnurs lue les ,Vlnnuineu5pudlics cio rous los zzes, er cie corizlez peuples . . . p. öär. l'/tbde öe bu-berlsc, kar. 1776. 8- (Eine ganz er-trägliche Compilation) Wie sieanzugeben sind, davon handelt, untermehrern, die ;te Abtheil. in des Abt Lau.gier Anmerkungen über die Baukunst,S. »6i d. liebcrs. Lcipz. 1768. 8. Das?te Kap. des sten Bds. S. 25zdcsLoursst'Xrcliireät. von I. Fr. Blondel, kar.1771. 8- -- Orr >5tc Abschn. des ztenBuches im sten Th. der princ. st^ecki»cer. civ. des Militia, S. 282 d. Ucbers.LeipZ. 178-c. 8.

Von errichteten Senkmählcrn sind, un«ter mehrern, in Kupfer gestochen wor-den: bes Vlonumcnz eriges en ?rsn-ce, lt I'boanenr äe XV. (wel-cher vielleicht kein einziges verdient hat)p. Xlr. karre, kar. 1765. b. Mit

Kpfr. Ucbrigcns möchte cS bcy-

nahe Verwunderung erregen , wie H. S.sich über den Mangel solcher Dcnkniäh.ler, wie die Griechen sie so häufig hatten,verwundern können. Läge auch eine der

Pp 4 Ursa-