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des sambischen oder troiaiscben Ver-ses, schiket er sich nicht, weil derVers durch seinen klappernden Ganggar bald ekelhaft wird. Einzelne ganzdaktylische, nämlich aus fünfDakty-len und einem Spandau-! bestehendeHcpameter, trist man sowolbeydenlateinischen als deutschen Dichternan. Jedermann kennt den Virgili-schcn Vers:
(^usllrupellsncc purrcm konicu qua»rir unguis csmpum *).
Aber ein ganzes Gedicht in dieserVersast würde nicht ertraglich seyn.Zum Affekt einer ströhmcnden Freudeschiket sie sich sehr wol, und kannsogar, wenn man nur mit einemandern Vers abwechselt, zur lyri-schen Versart dienen, wie in dieserStrophe:
Bist du die Freude? du bist es! dich mel-det ein lcichelndcr Morgen;Die Fittige ldoucn unsterblichen Glanz.
Slrömc von Wollust ergießen sich nachmit, schon sterben die Sorgen.Sic hauchet mich an, ich fühle michganz").
Dante.
Ein Florentiner. Er verwaltete inseinerRepublik die vornehmsten Aem-ter, bevor er verwiesen ward. Erschrieb hernach sein großes dreifa-ches Gedicht la eliviria Lomesia, daszwar unter die dogmatischen geHort,dem aber dieser außerordentliche Geisteine ganz poetische Gestalt gegeben.Weder die Holle hat bey ihm die un-selige Größe, noch der Himmel dieerhabene Hoheit, welche sie beyMil-ton bekommen haben, eben so wenig,als seine Teufel und seine selige Gei-ster, die Größe der Miltonischcn ha-ben. Sein größtes Verdienst ist,daß er die Hölle, das Fegefeuer, dasParadies für Scenen gebraucht hat,
') /^en. VIII. vk ;?6.
") S. Schlegels Vermischte Schriftenher Verfasser der neuen Bcytrstgei B. 6 St. S. 44?-
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quf welchen er die verschiedenen Cha-raktere aus allen Zeiten, Standenund Wclttheilen eingeführet hat.Sein Werk ist ein unerschöpflicherSchatz von Lebensarten und Sinnes-arten der Menschen, voller Charakter,voller Reden, voller Lebensregeln.Die innersten Winkel der Seele wer-den da-beleuchtet, und die nützlich-sten Lehren mitgetheilt. Man mußsehr allegoricsüchtig seyn, wenn manvcrstektere Geheimnisse darinn suchenwill. Man beschuldiget dieses Werkder Dunkelheit und Harte; aberwenn man hier nnd da die abstrakteund scholastische Materie erlaubet, somuß man ihm das Dunkle und Harteverzeihen. Er wollte nicht alleinfür die große Welt, sondern auch fürdie tiefsinnige, und insbesondere fürdie Pcripatetiker schreiben. Von die-sen Stellen gilt, was Plato von desHeraklitus Naturlchre gesagt hat:Die Sachen, die ich verstehe, sindgöttlich, und ich glaube, daß auchdie es sind, die ich nicht verstandenhabe. Eine andre Arr der Dunkel-heit und Harte ist durch die Nachläs-sigkeit der folgenden Schriftstellerentstanden, welche die Wörter, diein des Dante Tagen angenehm undgeläufig waren, haben entweichenoder gar untergehen lassen.
Seine lyrische Gedichte verdienennicht weniger Achtung , als seingroßes Werk. Es leuchten darinngewisse poetische Tugenden hervor,die in dem großen Gedicht seltenersind. Was sich ihnen rohes ange-hängt hat, hindert uns nicht, daßwir nicht eine kernichre, edle und ar-tige Denkungsart darinn entdeken **1.Er starb «gal. Er hatte drey Söh-lle, und jeder von ihnen hat einWerk über das dreyfache Gedicht ge-schrieben.
Des
*) lo per we non bo minore liims Neil»tue Micke poelle erc.sie///! /ta/.
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