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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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Dach

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und das auffallende Wasser empfangtund ableitet. Das Dach gehört alsonicht zu der Schönheit eines Gebäu-des, sondern ist ein nothwenbigesUebel; daher es in den Landern, woes selten, und niemals stark regnet,wie in Aegypten und andern türki-schen Provinzen, gar nicht aus dieGebäude gesetzt wird. An den Or-ten, wo wenig Regen oder Schneefallt, oder wo man die Unkostennicht spahrt, das Gebäude mit Ku-pfer abzudckcn, wird es deßwegen soflach gemacht, als nur möglich ist,und durch ein über dem Hauptgestmsherumlaufendes Stcingeländcr ver-fielt. Denn da das Gebäste eigent-lich das ganze Gebäude endet, sokonnte der Schönheit halber dasDach ganz wegbleiben- Zum gutenAnsehen eines Gebäudes, ist das nie-drigste oder flacheste Dach das beste.Die geringste Abschüßigkeit ist schonhinlänglich, das Wasser abzuleiten,nur muß ein so flaches Dach sehr engemit Ziegeln oder Schiefer bcdckt wer-den. In Deutschland beobachten dieBaumeister gerne die Regel, daß diegegen einander stehenden Sparrenam First oder Graat des Dacheseinen rechten Winkel ausmachen.Aber es gicbt Dächer, die allen Win-den ausgesetzt sind, und unter einemWinkel von mehr als 120 Gradendoch sehr gut halten.

Man macht heut zu Tage entwe-der einfache oder gebrochene Dächer.Die ersten sind entweder cinhängig,das ist, sie bestehen aus einer einzi-gen schief liegenden Fläche, wie einEchrcibcpult; oder sie sind Sattel-dächer, die zwcy gegen einander ste-hende Flachen haben, welche mittenüber dem Gebäude an dem First zu-sammenstoßen. Diese sind die ge-meinsten Dächer an Wohnhäusern inStädten, wo mehrere Häuser an ein-ander gebauet werden, da denn eineFlache des Daches gegen die Straße,die andere gegen den Hof herunter

hangt. Eine dritte Art der einfachenDächer machen die Zeltdächer aus,die ans vier nach den vier Seiten desfreystehendcnGebäudes abhängendenFlächen bestehen. Diese Dächer sindin Ansehung der Dauer, insonderheitin Gegenden, die starken Winden undRegcnstoßen unterworfen sind, diedauerhaftesten.

Von den gebrochenen Dächern istder Artikel ManfarSe nachzusehen.

-s- -H-

(s) Ausser dem, was die mchrrstcnAnweisungen zur Baukunst, über die An«legung der Bücher lehren, als I. ff.Blondel, in s. klour.<! N'^rctiircch B.VI. S.ziz u. f. Militia, ins.Grunds,der Baukunst, Th. z. S.147 d. d. II, u.a. m. gehören hicher I.'srr stu Ou-vreur, pur. 1766. t'. mit 4 Kupfern;Deutsch, Berk. 1767. 4. Vbc klsnncrob lecuring 3II 8c>rrz ob Luilclingzlrom ssre: 3 1>cscile upan riie llon-llrutlian ob arckes mzste wirk deilez3nä plaiiter, «bliest gar aecdcs > anch3 rook rvirkour Vimder, csllcci 3Lricle-roos, Ibvnst. (s, 3,) g. Vor-schläge zur Verbesserung der bisher übli-chen Dächer, von Hcrzberg, Brest. 1774.8- I. F. kange über wetterfeste Dä-cher, nach Anleitung des H. v. Heins,keipz. >785. 8. Oceonoinischcr Vor-schlag, wie man die wohlfeilsten und dauer-haftesten Dächer über WlrthschaftSgcbäuteanlegen soll, von KrubsaciuS, Dresden1786. 8.

Daktylus.

(Dichtkunst.)

Eiu dreysylbiger Fuß, dessen ersteSylbc lang, die andern bcyden kurjsind, wie in den Wörtern; mächtige,sterbliche. Dieser Fuß kommt in derdeutschen Sprache, sowol in der un-gebundenen als gebundenen Rede,sehr häufig vor; aber zu einer gan-zen Versart, in der kein andrer, alsdieser Fuß vorkäme, nach der Art