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1 (1792) [A - D]
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580
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58«' C o n

Eon

sition spricht, so braucht man dasWort Contrapunkt itzt fast allezeitin dem andern engern Sinn. Mansagt: es scycn in einer Symphoniein einem Conccrt u. s. f. Contra-punkte angebracht, wenn man sagenwill, es seyen Stellen darinn, wo dieStimmen gegen einander verwechseltworden.

Der Begriff dieses Contrapunktswird durch folgende Vorstellung deut-lich werden:

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5

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3 4 5

S-

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Der zweystimmige Gesang, der hierbey Ä vorgestellt ist, steht bey b undbey e im Contrapunkt. Die obereStimme bey eist der Hauptgesang *).Dieser hat bey s eine höhere Stim-me zur Begleitung, welche gegen dieHauptstimme dieJnte-valle 5,6,7,5,ausmacht. Bey d ist die begleitendeobere Stimme um eine Terz herun-ter gesetzt. Dieses nennt man denContrapunkt in der Terz. Dadurchandern sich die Intervalle, die 5wird z; 6 wird 4; 7 wird 5; den-noch bleibt alles harmonisch richtig.Bey c ist die begleitende Stimme ei-ne Octave tiefer, als bey d gesetzt,und der Satz e ist gegen d im Con-trapunkt der Octave, wodurch dieIntervalle, wie die darüber geschrie-bene Zahlen deutlich zeigen, ganzverändert werden, ohne irgend eineUnrichtigkeit in der Harmonie zu ver-ursachen. Eben dieser Satz ist bey 0gegen den bey a im Contrapunkt derDecime.

-) csuru! Krmus.

Also ist der Contrapunkt in derDecime anzusehen, als wenn er auseiner wiederholten Versetzung, erstin der Terz und denn noch einmal inder Octave, entstanden wäre. Ebenso ist der Contrapunkt der Duodeci-me erst ein Contrapunkt in der Quin-te, und denn von da aus noch in derOctave.

Vorher ist der bey a stehende Satz,bey b in den Contrapunkt der Terz,und bey 0 in den Comrapunkt derDecime veiffetzt worden; hier nun ister bey ll in den Contrapunkt derQuinte, und bey e in den Contra-punkt der Duodecime gesetzt.

IHV'S^

I ^6 .

6 7 5 8

1^

Wenn man sehen will, wie sichdie Intervalle in jedem Contrapunktverandern, so darf man nur, wiein folgenden zwey Beyspielen, zwcyReyhen Zahlen, von - bis auf dasIntervall, in welchem der Contra-punkt gemacht wird, in verkehrterOrdnung unter einander schreiben.

Für den Contrapunkt in der Terz,z. 2. 1. 2. z. 4. 5. 6.r. 2. z. 4. 5. 6. 7. Z.

Für den Contrapunkr in derDuodecime.12.11. 10.9. 8. 7- 6. ;. 4. z. 2. i.

1.2. 3.4.5.6.7.8.9.10.11.12.

In diesen Beyspielen stellt die eineReyhc die Intervalle vor, wie siesind, che die Versetzung in den Con-trapunkt geschieht j die andre Reyhezeiget, was durch den Contrapunktaus jedem Intervall wird. Also wirddurch den Contrapunkt in der Duo-decime die Octave zur Quinte, dieSeptime zur Sexte u. s. f. oder um-gekehrt, die Quinte zur Octave, dieSexte zu Septime u. s. f.

Der