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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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540
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übrige hinzugesetzt. So viel ist gcwi'F,daß Lope sich, in s, ^rrc, auf dcn latei-nischen Dichter bezieht, und nach demNasarrc (a. a. O. S. 49. od. O) zu ur-thcilcn, haben mehrere das Ansehen des-selben in dieser Sache gebraucht. In-dessen sind die Spanier, wie bereits, beyGelegenheit der italienischen Komödie be-merkt morden ist, keinesivegcs den übri-gen Völkern Europens mit solch einemGcmengscl von Drama vorangegangen.Wenn die Stücke des Virües, wie sichnicht zweifeln läßt, die ersten spanischenStücke dieser Art sind: so können dieItaliener leicht deren ein halbes Jahr-hundert früher gehabt haben; denn diebereits im I. 15z- gedruckte Ccccaria desAntonio Epieuro füllt lange vor dem Zeit-punkt, in welchem Cervantes die spani-sche Komödie noch in der größten Einfaltsah. Freylich aber wurde nicht in Ita-lien, so wie in Spanien, der Geschmackan solchen Stücken, wenigstens nicht inallen Zeitpunkten, herrschend; es wur-den nicht dort, so wie hier. Vorzugs-weise, nur dergleichen, und nicht in sol-cher Menge geschrieben. Denn, mit je-nem Zeitpunkte scheint nicht allein einewahre Sündfluth von komischen Dichterneingebrochen, sondern auch jcneSGcmcng-ftl von Tragischem und Komischem, ebenso wie die Unregelmäßigkeiten aller Art,immer größer geworden zu seyn. Nichtdnß, wie gewöhnlich geglaubt wird, alleStücke von solcher Beschaffenheit wären.Die Spanier haben, wie die Folge zei-gen wird, nicht allein Komödien von man-chcrlcy Art, sondern viele derselben kom.men auch, wenn sie gleich nicht gerade vonsolcdcr Beschaffenheit, als die Komödiender übrigen Völker Europens sind, dcn ge-wöhnlichen Regeln näher; und dadurch,oder sonst durch glückliche Erfindungen,Sprache, u, d. m. zeichnen sich nun dieStücke folgender Dichter aus: Mig. Ccr-vantcs igeb. 1549. gest. >ö>6> Von seinenfrühern Komödien weiß man nicht ein-tnahl die Titel vollständig; gedruckt sindlderen ausser acht Zwischenspielen, zuerstochte, Mad.iSi;, und mit der schon öfter

angeführten Abhandl. des Nasarrc (dieaber weder den Gcschichlforscher der spa-nischen Bühne, noch den Kunstrichtcr be-friedigt, weil der Verf. nicht allein zuwenig bestimmte und genaue Nachrichtenvon der Entstehung und Fortbildung derspanischen Komödie giebt, sondern auchsichtlich zu sehr Lobcedner seiner Nationist, und eine zu ängstliche Rücksicht aufdie französischen Kritiker nimmt) ebend.>749. 4. 2 B. Daß der Anspruch des Cer-vantes, die spanische Komödie zuerst indrc» Jornaden abgetheilt zu haben, we-nigstens Zweifel zuläßt, ist vorher bereitsbemerkt worden; auf alle Fälle hat ernicht, wie er behauptet, die fünf ge-wöhnlichen Jornaden in drev verwandelt,denn die Stücke des Cucva sind, wie ge-dacht, in vier abgetheilt, und dieser rühmtsich ausdrücklich, der Urheber dieser Er-findung zu scpn. Noch minder hat er zu- .erst, wie er ferner will, allegorische We-sen auf die Bühne gebracht. Schon Juande la Enzina führte diese ein; auch hat sogar Nasarrc selbst dieses (a. a. O. S. 19oder k. 2.) widerlegt, nicht, wie Signvrclli(Th. S.4>. Anm.) lächerlicher Weisewill, auf dcn Caldcron damit gezielt. DieStücke selbst haben, meines Bcdünkcns,nur dann Werth, wenn man sie dafür,wofür Nasarrc sie ausgicbt, für Parodiender Arbeiten des Lope, ansieht, und die-Mcynung des Nasarrc muß, was auch ^Signorelli ( Th. -. S. ?9 u. f.) dagegensagen mag, jedem einleuchten, der dieKomödien des Cervantes mit einem Augeauf Lope ließt, oder, z. B. den kussanliickiot» des erstem, mit dem liey kom-ba des letztem vergleicht. So gar derChacacter des Cervantes macht eine solcheAbsicht bey ihnen wahrscheinlich. Inneuem Zeiten sind deren noch zwey vonihm, I.» I^urnanciii und Li Vraco äe^.rZel, ans Licht gezogen worden, dieich aber nicht gesehen. Nach dem, waSHucrta, in der h.eccion cririca, däsä.-785. 8. S. -6 davon sagt, hätten sieimmer ungcdruckt bleiben können. Inder Kumancia treten allegorische Wesenauf; und wahrscheinlicher Weise sind es

diese,