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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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Seite wieder mit den frühern, und, derBeschaffenheit nach, ganz andern Farcen,verwechselt.

Auch an einer eigentlichen Puppen-RomoSie, oder an lNarionettensple-lern, welche bey ihnen Lur-ucini heißen,fehlt es den Italienern nicht. S. Qua-drlo Kror. e llsg. ll'ogni Poeiis, Vol.III. ?. 2. S. 245.

Eben dieser Schriftsteller gicbt (a. a.O. S. 257) einige Nachrichten von denPantomimen der Italiener. Eine be-sondre Gattung derselben, welche ausPuppen besteht, die, hinter einem durch-sichtigen Vorhange, irgend eine Hand-lung, ohne weitere Worte, darstellen,wird, S- 2;8 erwähnt. Ihr Urhebersoll ein Venetiancr, Gius. Cavazzi, scyn ;aber H. Quadrio erzeigt den Deutschendie Ehre, sie für Verbesseret dieser Er-ssndung auszugeben. Von eigentlichen-Lasteten s. Signorelli, Th. 2. S. 2-8.

d. ll.

Die Romodie der Spanier läßtnicht, mit voller Gcwishcit, sich genaucharactcrisircn, oder vielmehr die Ge-schichte derselben sich nicht ausführlich ge-ben, weil die Spanier selbst zu wenigMaterialien dazu geliefert haben, und dochdas wenige, was jeder aus der bcetürcder spanischen Stücke wissen kann, hin-länglich ist, umzusehen, daß die Qua.drio, Vcttinclli, Varctti, und selbstSignorelli, so wie noch mehr die Fran-zosen, als Voltaire, die Verf. der Hill,nniv. <Ie5 Vk>esrre5, u a. I». welchevon dem spanischen Theater haben Nach-richten geben wollen, entweder sehr we-nig damit bekannt, oder doch nicht sehrgeneigt gewesen sind, den Spaniern Ge-rechtigkeit wiedcrfahren zu lassen. Qua-drio z. B. a. a. O. S.zza u. f. leitet diespanische Kombdic, und das ganze spani-sche Drama überhaupt. unmittelbar vonden Atellanen der Römer, nachdem erdiese zu ganz eigentlichen Tragikomödiengemacht hat, her; und, zu diesem Endemuß die Atellane erst nach Afrika hinüberspäteren, und von da müssen die Maurensie nach Spanien bringen. Und von der

Parteylichkeit oder Unwissenheit der übri-gen werden sich, in der Folge, Bcpspiclcfinden. Der einzige Riccoboni (lleklex.Iiilkor. cc crir. lur les stillerem Vhcs-rrez ste IVurope, T^mib. 1744. 3»S. 44 u. f.) zeichnet sich, durch Unpar-thcilichkeit aus; aber er scheint nicht im-mer genau unterrichtet gewesen zu se»n.Es bleibt also nichts übrig, als sich anjenen, wenigen Nachrichten der Spanier,verglichen mit den Stücken selbst, zu hal-ten. Ob die Spanier so früh wie dieandern Völker Europcns, eine eigent-liche, christliche RomoOie gehabt ha-ben, ist nicht ausgemacht; indessen ist eSbillig, daß diese zuerst in Erwägung gczo,gen wurde. Sic besitzen zwcycrlev Artendavon. Die ersten sind die, seit demI. 1765 durch ein königliches Edict verbo-tenen s^uros iscrsinenrsiez, welche ge-wöhnlich mit den Mysterien in eine Classegesetzt werden, aber eigentlich zu denMoralitäten in so fern gehören, alssie, größtcntheils, immer nur aus alle-gorischen Personen bestehen, und nur allen-falls sich zu jenen zählen lassen, weil sieimmer Beziehungen auf die Geheimnisseder Religion, besonders auf das Geheim-niß des Sakramentes haben. Die Zeitihrer Entstehung ist, so viel ich weiß, nochnicht bestimmt. Zwar hat Signorelli(Krit. Geschichte des Theaters, Th. 1.S. z;; vergl. mit der Anm. Th. 2. S. 4-.d. U.) aus dem im I. 147z ergangenenVerbot der Toletanischcn Kirchenversamm-lung, die lieben der Heiligen in den Kir-chen zu lesen, ein Verbot dieser Art vonVorstellungen herausgebracht; und Na-sarre, in der Oiilerrsr. iolzrs Iü5 Oo-mestisr ste Lsg. vor den Eomcd. des Cer-vantes, VIsst. 1749. 4- scheint, S. >6sie für sehr alt anzusehen. Auch kommen,wie die Folge zeigen wird, schon sehr früh-zeitig, moralische Wesen, oder allegori-sche Personen in den Schauspielen derSpanier vor. Allein so viel ist gewis,daß der ^nros nicht ehe, in den spanischenSchriftstellern, als im oten Th- Kap. 11,oder in der Fortsetzung des D. Quixottevom Cervantes gedacht wird; und das da-selbst