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Catinia, oderCariffona, sowie, zuSeau-diano, in I. >500 der Vimone desMat.Mar. Bojardo(f >494), und mehrere ebenso such geschriebene, ähnliche Stücke,führt Quadrio (a. a. O. S. 6-) an. Zudiesen aber »sind die in C. F. Flögels Ge-schichte des Groteskckomischen S. 70, füreben so alt und für höchst selten ausgege-benen üarccn keineSmeges zu zählen; siesind bepdeS nicht; und de Büre, wel-cher H. Flöget zu dieser Behauptung ver-leitet hat, scheint mit der italienischen Lit-tcratur nicht sonderlich bekannt gewesenzu senn. Die gedachten Stücke sind dasWerk des Giov. Giorg. Ariane, welchererst gegen die Mitte des sechzehnten Jahr-hundertes lebie, und die Sammlung selbstist wenigstens vicrmahl, und auch mit ei-nem Titel, >vorauf der Verf. genannt ist,
(t)s>er-> mulio pisccvvle ciel Isso. öä.
Li>>. LücitAiune ^eiune) gedruckt. DieJaheSzahl der erstem weiß ich nicht zu be-stimmen, weil ich sie nie gesehen; aus derzweoten, Ben. >;6o. 8. erhellt aber, daßsie erst kurz vorher und zwar mit eben demTitel, zu Zlsti, dem Geburtsort«; dcsVcr-salscrs, erschienen scpn kann. Dieser ge-riet!) darüber ins Gcfängniß, erhielt aberseine ?re»heit wieder, unter der Bedin-gung, seine Schriften von allen Ungezo-genheiten zu reinigen, und so wurden sie,Slsti i6e». g. und Ben. 16-4. 8. von neuemgedruckt. Sie sind übrigens in dem Dia-lekte von Zlsti abgefaßt; und auch in denletztem Ausgaben nur vorzüglich von denAnschien auf die Geistlichkeit gereinigt.So viel bleibt, indessen, immer gewis,daß die, in Prosa, und wahrscheinlicherWeise mit Ausgang des fünfzehnten Jahr-hundertes geschriebene, und im I. ,521zu Sienna gedruckte Calandra des Card.Bibiena nicht die älteste Komödie der Ita-liener ist. Sie ist es so gar nicht ein-mahl in Rücksicht auf die größere Regel-mäßigkeit, denn die Cassaria des ZIriostist früher geschrieben. Wenn und wo aberzuerst komische Stücke aufgeführt mordensind, ist, meines Wissens, nirgends ge-nau bestimmt. Eine der merkwürdigsten,wenn gleich vielleicht nicht der ersten Vor-
stellungen scheint die, von den überfein nMenechmcn des Plautus, zu Femara,im I. i486 gewesen zu sc»». (S unlerandern C. F. Jagcmanns Gesch. der fr.Künste und Wissensch, in Italien, B. z.Th. z. S. 587 u. f.) Und dem Fontaniuizu Folge s Uilzl. ckello Llocz. Irak. B. 1.S. Z84) wurde im I. >494 die -ginicic-i»des Jae, Nardi, welche sich mit einem,von dem Merkur gehaltenen, Prolog er-vfnct, zu Venedig aufgeführt. Es ist,indessen, wahrscheinlich, daß noch früher,entweder zu Ron, oder an andern OrtenItaliens, Komöoien gespielt worden sind,weil sonst die angeführten frühern Stückeschwerlich, was sie seyn sollen, älter , inso fern seun könnten, als sie, sichtlich,mit einem Auge auf wirkliche Vorstellungabgefaßt zu scpn scheinen. Für bloße,zum Lesen bestimmte Kunstwerke, lassensie kaum sich ansehen. Auch werden inden ?(>MPL Linole des Jsld. llguraieriAzzolini, l?iil»^. 1649.4. sehr vieler, undsehr frühzeitiger, von den verschiedenenAkademistcn zu Sienna, und nicht blosdaselbst, sondern auch, später, in Rom,unter Pabst Leo dem zehnten, gegebenenVorstellungen von Komödien gedacht.Don diesen und mehrern Akademisten, oderandern Privatgesellschaften sind aber auchvorzüglich die regelmäßigen Stücke gespieltworden. Die eigentlichen Schauspielerhaben, wie gedacht, sich nie oder dochselten damit befaßt- Geschrieben wurdenderen, indessen, von diesem Zeitpunkte,vom Anfange des sechzehnten, bis zurMitte des siebzehnten Jakrhundertcs sehrviele. Riccobvni (in s. Istilk. cku Vhösrraicolien, B. 1. S. >Z> U. f.) zähls derbloS gedruckten über sechstehalb hundert,und mehr als 90 komische Dichter auf;und bcy dem Quadrio (a, a. O. S. 6, u. f.)finden sich deren noch mehrere verzeichnet.Die merkwürdigsten dicserOichtcr sind: Lud.Ariostv(f >5z6) Nie.Macchiavelli (hizoS)Erc. Bcnlivoglioli54?) Nie.Seccol >547)Pict. Aretinv (f 1557) Giov. Mar. Cccchi(1570) Sforza dcgli Oddi (1578) LulgiGroto, Cieco dÄdria (>57?) Annib. Euro(L!Ii Lrrsccinni > Ven. 15g:. 12.)
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