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Uebrigens ist diese Art der Komödie nichtblos aus Italien eingeschränkt geblieben;auch in Deutschland, und noch mehr inFrankreich, wie die Folge zeigen wird,hat sie Beyfall gesunden; und diejenigenalso, welche dem letztern bände einen ge-reinigten Geschmack zugestehen, sind auchgcndrhigt einzuräumen, daß dieses Schau»spiel, bey eine»! gut gewählten Jnnhalt,und bc» talentvollen Schauspielern, ge-bildete Menschen unterhalten könne. —
Sie dritte Gattung der dramatischenLustbarkeiten dieser Art be» den Italienern,ist die eigentliche, oder gelehrte (c-ru-äirs) oder Tharacrer-Romodie, die,wie bey allen Völkern, zusammenhängendniedergeschrieben ist. Sie erste Idee dazu ist,wahrscheinlicher Weise, aus den auf unSgekommenen Gedichten der Alten von die-ser Art geschöpft. Wenigstens sind inItalien, die ersten, nach einem Plan ein-gerichteten, und regelmäßigen Stücke die-ser Gattung lateinisch abgefaßt gewesen.Ohne hier der, schon im Anfange des vier-zehnten, oder gar mit Ausgange des drev-zchnten Jahrhundertes geschriebenen, la,teinischcn Tragödien des MussatuS zu ge-denken, verfaßte auch Petrarca, als Jüng-ling, eine, nie gedruckte Komödie in die-ser Sprache, (S. dessen Lchiss. tamil.IckU. VII. ep. 16.) so wie, um eben dieseZeit, Paul VcrgeriuS (S. die visscrrac.Voss, des Apostels Zeno, V. i. S ;s).Und noch in dem folgenden Jahrhundertewurden deren in dieser Sprache geschrie-ben (S- Signorelli Krit. Gesch. des Thea-ters, Th. >. S z-,8. d. U.). Aber, un-streitig , waren diese mehr zum Lesen, alszum Vorstellen bestimmt; oder konntendoch, ivofern auch einige davon, gleichden, vom Pomponius Lätus, in den Vor-höfen der römischen Prälaten aufgeführ-ten Lustspielen des Plautus und Tcrcnz,wirklich vorgestellt worden sind, (s. dieOisserrar. Voss. B. z. S.-Z2 u.f.) nurwenigen Zuschauern Genuß und Vergnü-gen gewähren. Und zugleich sind die er-sten öffentlichen, in der Landessprache ge-gebenen Schauspiele dieser Art, hier, wieallenthalben, nicht gleich in der regel-
mäßigen Form der Komödie, und viel-leicht nicht einmahl in der Form des Dra-ma überhaupt, abgefaßt gewesen. Lasletztere ist, in Ansehung der, vom Älber.tus Mussatus (l'rol. Ickb. X. äe LeltizIcsl. vergl. mit Ticaboschi (illlss. Ic-ncr.?. IV. Ichl,. III. (7. z. §. 27) erwähnten,mit Ausgang des dreyjehnten, oder imAnfange dcö vierzehnten Jahrhunderte»öffentlich abgesungenen Thaten der scömgcund Fürsten, (in so fern solche nähmlichhierher gehören) höchst wahrscheinlich.Meine» Brbünkens haben diese Schau-spiele aus Liedern und Erzählungen be-standen , wie es so gar aus dem erhellt,was der, ums I. 1450 - 1480 lebendeJoh. Sulpitius (bey dem Quadrio, a. a.O. S. 57 u. f. bey dem Signorelli, Th. >.S. Z4>) von seinem Verdienste um diedramatischen Vorstellungen überhaupt sagt.Und das ersterc zeigt sich an den, aus denfrühesten Zeitpunkten übrig geblicduicnStücken. Lcm Crescimbeni (lssor. elc-Ilavol»or Voelia, Ickl>. IV. c. z. B. 1.S.-61. Ausg. von i?zi und dem QuadrioZU Folge (Lcor. e UsA. cl ogni b'ooiia,Vol. III. ?. 2. S. ;8 u. f.) sind diesenicht in Akte (die auch ss'empi in ihnenheißen) oder sind in sechse abgecheckt, ha-ben besondre, und oft mannichfaltig abgc.checkte, Argumente und Prologen, undzwischen den Acten, Gesänge; die Perso-nen sind sehr vermischter Art, Götter,Fürsten, gemeine Menschen, Possenreistser, u. d. in. und sie führen den Titel vonIckorcolo, VroAi'comeäio. Auch
sehen beyde, so wie Riccoboni (ssellex.Uickor. er crir. Lur les clisserens '1'Uöa-rreo cke ULurope, ^.mss. 1740. L.S. z und 4), diese Stücke für die Erstlingeder eigentlichen Komödie in Italien an.Das älteste, obgleich erst im I. 152z zuVenedig gedruckte Stück dieser Art solldie in rer^e rime abgefaßte Ulorioimseyn. Und schon im 1.1482, oder wieSignorelli (Krit Gesch. des Theaters,Th. 1. S. Z50) will, schon im I. 1472 er-schien zu Tricnt eine, aus einer ungedruck-ten lateinischen Komödie des Siecona diPolmtviie de'Nieei, in Prosa übersetzte
Cati-