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comcstia heißt, sondern auch unter dieFarcen gesetzt wird. Noch sichtlicher zei-gen sich die vorgeblichen Eigenheiten derspanischen Tragikomödie, in der, umsJ.,;z- gedruckten, von Quadrio ebenfalls(a. a. O. S. Z45) angezeigten, so wie,ausdrücklich als eine spanische Tragikomö-die charactcrisirten, und auch Tragikomö-die genannten-Ceecaria des NeapolitanersAntonio Epicuro. Von welcher Beschaf-fenheit aber um diese Zeit die spanischeKomödie war, wird die Folge lehren;und es verrät!), von Seiten des zuletztangeführten, italienischen Schriftstellerseine, eben so lächerliche Unwissenheit, alsParteilichkeit, wenn er, um seine Mcv-nung zu erweisen, (S. zzz) behauptet, daßLope de Rueda (f i;6o) bereits daS spa-nische Lustspiel von dergleichen Ungereimt-heiten habe reinigen wollen, und zugleichauf der folgenden Seite wieder erzählt,daß es erst von Lope de Vcga (h iü?;)gleichsam festgesetzt worden sep, daß man,um der spanischen Nation zu gefallen, dasTragische sinit dem Komischen vermischenmüsse; oder, wenn er S.zusagt, daßder gedachte Antonio Epicuro, nur umden Spaniern zu gefallen, sein Stück indieser Manier geschrieben, und es aufdiese Art betitelt habe. Wenn Warbur-tons bereits angeführte Mcynung, daßdie Tragikomödie nähmlich aus dein Ge-misch von Religiosität und Possenreißereyin den Mysterien und Moralitäten allmäh-lig entwickelt worden, oder der Geschmackan jenen Mißgeburten der Kunst, aus die-sen entsprungen sey, gegründet ist: so wäreeS wirklich zu verwundern, wenn dasje-nige Land, welches, aller Wahrscheinlich-keit nach, zuerst Farcen von der letztemArt hervorbrachte, nicht auch, zuerst,Stücke der erstem Art hervor gebracht ha-ben sollte. So viel ist gcwis, daß, Fallsauch die spanische Tragikomödie auf dietchmestia stell'orce Einfluß gehabt hat,wie es, unter andern, durch den Charac-ter des spanischen Capitäns, welcher eineZeitlang damit verbunden war, erwiesenwird, doch vom I. >5za an eine Mengesolcher Tragikomödien, deren VcrzcichnißErster Theil.
sich bey dem Quadrio selbst (a. a. S.S. Z47 u. f.) findet, von Italienern ge-schrieben worden sind, aus welchen nun,in dem gedachten Zeitpunkte, im siebzehn-ten Jahrhundert, der Stoff zu den Ko-mödien steil arte allgemein genommenwurde. Erst mit Ausgange dieses Jahr-hundertes versuchte Piet. Cotta, Vorste-her einer Schauspielergcsellschaft, die ita-lienische Bühne von dergleichen Ungereimt-hciten zu reinigen. Was alles von ihm,und seinem Nachfolger, Riccoboni, abervergeblich, geschah, kann man bey demletztern (lstiss. stu Ich. kcal. B. S. 76u. f.s lesen. In diesem Zustande unge-fähr blieben die Sachen, bis Goldoni er-schien, der, wenn er gleich nicht der erstewar, welcher wieder gute, und auch kci»ncsweges Meisterstücke, schrieb, und auchden Harlekin und seine Gefährten kcines-weges durchaus von dem Theater ver-drängte, doch das Verdienst hat, dasVergnügen der Italiener im Schauspiel-Hause vermehrt und vcrvollkommt, undregelmäßige Lustspiele zuerst, vorzüglich,auf die öffentlichen Bühnen gebracht zuhaben. (S. die Folge) Mehrere Nachrich-ten von dieser Art des Lustspieles liefern:Pictr. Mar. Ceechini in s. Qurri «kellemosterne Lnmestie, Vast. 1616 und162g. 4. — Fr. Sansovino in s. De-scri?. sti Veneria, Ven. 1606. 4.S. >6z u. f. — L. Riccoboni, a. a. O.
— Xa». Quadrio, a. a. O. S. 205 u f.
— Signorelli, in s. Krit. Gesch. desTheaters, Th. >. S. Z85 (aber nur sehrwenige) — Des Houlmicrcs, in s. »ist.stu Ich. ical. 1769. 12. 7 B. —C. F. Flögcl, in s. Geschichte der koni.Littcrat. B. IV. S. >40. und Geschichtedes Groteskekom. S.-9 u. f. Und unterden besondcrn Vcrthcidigcm und Lobrcd-ncrn desselben zeichnen sich Barctti (Be-sehe. der Sitten in Italien, B. >. S.157 u. f.) und der Graf C. Gozzi in demkiogionamencn lincern vor dem >tcn undgtcn Bde. s. Opere, Ven. I772. 8.aus. S. auch noch die, zu Anfang desArt. angezeigten Schriften des Jos. Ant.Constantini, und Givv. Ant. Bianchi.
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