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1 (1792) [A - D]
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526
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dcn, und folglich auch religiösen Jnnhal-tcs gewesen sind. Ohne Schauspielerläßt sich kein Schauspiel denken; und,wenn die Menschen, Key jenen Fellen,gleich nicht zu solchen Zwecken zusammenkamen: so kamen sie doch zu EinemZwecke zusammen, so hatten sie doch ei-nen gemein jebaftlieven Mittelpunkt;und die Freyheit von aller eigentlichen Ar-beit und von allen Geschäften dabey, mußtediese Lustbarkeit um desto che herbei) füh-ren. Diesem gemäß finden wir denn auchbei) allen Völkern, ehe Schauspieler, d.h.Menschen, welche in irgend einer ArtvonVerkleidung auftreten, oder de» andernirgend etwas besonders zu sehen und zuhören geben wollen, als eigentliche dra-matische Kunstwerke; und vielleicht wür-de es nie komische und tragische Dichtergegeben haben, wenn es nicht vorherMummerepen und Possenreißercyen man-cherlei) Art gegeben hätte. -- Aus denMysterien entwickelten such sehr Haide dieso genannten LNoralicaten (bei) den Eng-ländern Inrerluäcs), welche größtentheilsaus eitel allegorischen Personen bestanden,und durch die, schon in sehr vielen My-sterien vorkommenden Personen der Hos-nung, des Todes, des Glaubens, u. d. m.waren vorbereitet worden, sowie, durchden allgemeinen Hang zu allegorischer Dich-tere» in diesen Zeiten begünstigt wurden,und diesen wieder begünstigten. ( S. denAre. Allegorie.) Indessen unterschei-den sich diese von den Mysterien schon da-durch, daß man Versuche zu Eharakter-zeicknung und rohe Anlagen zu einer Ver-wickelung oder eine Art von Plan, in ih-nen wahrnimmt, da die Mysterien nichtsals buchstäbliche Geschichten aus der Bi-bel, oder aus der Legende darstellen. Na-türlicher Weise führte die verschiedene Na-tur beydcr aus diese Verschiedenheit. Al-lein auch in dcn letztem traten gewöhn-lich lustige Personen auf; und es wäreallerdings zu verwundern gewesen, wennzu einer Zeit, in welcher die, an denHö-fen, und in den Häusern der Großen ge-haltenen Lustigmachec, Theil an den Be-gebenheiten der wirklichen Welt hatten,

sie nicht auch in dcn Begebenheiten aufdem Theater eine Rolle hätten spielen sol-len. Nur waren sie hier, wie es sichvon selbst versteht, ebenfalls allegorischerArt, welchem gemäß sie öfterer den Nah-men, Laster führten. (S- unter andernHawkins Ori^lli »t rke bchgl. Drama,V. i. Borr. S. IX.) lind diese Vermi-schung von Ernst und Scherz, von Reli-gion und Possenreißerco, so wie jede Form,in welcher die biblischen und heiligen Ge-schichte» allein darzustellen waren, (nähm-lkch die histornchc) führten denn wieder(wie es unter andern, Warburton, beyseinen Shakcspear, vor dem ;ten Bde.)ziemlich wahrscheinlich gemacht hat, zuder Tragikomödie der Neuer», und zudem historischen Schauspiele, in welche,wenigstens anfänglich, zum Theil, nochallegorische Personen mit eingemischt wa-ren, wle zum Bcyspiel in dcn Cambyses,bey Hawkins, a. a. O. B. i. S. -gz u. f.in unsers Klais Herodes, wo Deutschlandin Person das Stück schließt, in die t rs-gcciie ä tnrir perlsirnagez des JeanBreto» (>;6>), worin die Eifersucht eineRolle hat, u. a. in. und von welchen, wahr,schcinlicher Weise, sich noch spätere, alle-gorisch dramatische Dichtereycn, wie dieallegorischen Vorspiele bey allen Völkern,die öck.chlcguer bey den Engländern, u. d.m. herschreiben, welches bey der Geschichteder Komödie der einzeln Völker, sich zumTheil ausführlicher zeigen wird. Ich willhier nur noch bemerken, daß der Titel dererstem Stücke, Mysterie, der herrschendeTitel für alle Stücke höheren, oder ernst-haften Jnnhaltes war, so wenig dieserJnnhalt sonst auch Beziehung auf Reli-gion hatte. So besitzen die Franzosen,z. B. ein kvl^slere cke la Dellruökiorrcle lAo^e, und eines cie la ibrsriee(S. Hill. ciu'Ich. Trane, c^mll. '7Zck.12. V.-. S. q>7 lind 499-) — —

In Italien ist, wenn gleich nicht,wie die Folge zeigen wird, als das älteste,denn doch, aus den angeführten Grün-den, als das erste Schauspiel, die Vor-stellung der dll/skcricn, welche hier dcnNahmen bi^ure, VanZcli, Xäillcrs

Illorie»