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Macrobius (8srurn. l.!b.ll. c. ic>) vonder Tanzlust der Rönicr zu den Zeiten desAfrikanischen Scipiv erzählt wird, eineganz eigene Leichtigkeit im Schließen be-sitzen. Wenigstens wird der Pantomimenicht ehe, als in dem Zeitalter des Au-gust, besonders gedacht; und hierausscheint denn, mit etwas mehr Kcwisheitzu folgen, daß Pylades und Batdyllusallerdings eigene und große Verdienste umsie gehabt haben müssen. Zwar schreibtder erstere sich selbst (bey dem Macrvbins,(a. a. O.) deren nicht mehrere um sie zu,als daß er sie gewissen musikalischen In-strumenten, und dem Gesänge (d. h. wahr-scheinlicher Weise mit mehrerer oder an-derer Musik, und vielleicht erst mit ei-nem Chor von Sängern ) verbunden ha-be ; aber hier kann wohl nur von Neben-dingen die Rede senn; und die Kunst selbstwurde durch ihn, und seinen Gchülfenauch veredelt, und gleichsam in ein Sy-stem gebracht. Ohne diesen Umstandwürde, was die alten Schriftsteller, Lu-eian (a. a. O. ?4- t),>er. B. IV. S. z6s.Lä b'cbim.), Zvzimus, u.a.m. von ih-nen sagen, gänzlich unbegreiflich scyn.Vielleicht gicngcn, vor ihrer Zeit, diePantomimen nur auf Erregung von Ge-lächter aus, oder waren nichts viel besse-res, als eine Art von Lustigmachcr; undcö mußte allerdings also Aufmerksamkeitauf sich ziehen, wenn Pylades und Ba-thvilus höhere Absichten mit ihrem Spieleverbanden, alle Gegenstände, immer derNatur derselben gemäß, darstellten, dietragischen wirklich tragisch, die ernsthaf-ten ernsthaft, u. s. w. behandelten, undso, durch bloßes Gebchrdenspiel, durchbloße körperliche Bewegungen, sehr ver-schiedene und mannichfaltigc Empfindun-gen erweckten. Vielleicht führten sie auch,zuerst, ganze, zusammenhängende, ob-gleich noch nickt lehr verwickelte Situa-tionen, und führten diese zugleich völligzusammenhängend auf? So viel ist ge-w>s, dag von nun an, Gegenstände allerArt von ihnen dargestellt wurden, und daßso wohlGeshicktschreiber als Sichler Zeug-nisse von dem Eindruck liefern, welchen
von nun an die Pantomime machte. DiePhilosophen besuchten sie fleißig, die Kai-ser spielten deren selbst, die Weiber . . .und der große Haufe theilte sich in Zactio-nen. Auch verbreitete sich der Geschmackan ihnen sehr balde, durch die mehrcstcn,den Römern unterworfenen Provinzen, be-sonders in Asien; und mit dieser Verbrei-tung nahm, wenn nicht die Kunst, dost)das Handwerk an Umfange zu. Zu denZeiten des Lucian spielte nur immer EinPantomime allein alle Rollen oder Perso-nen seines Stückes; und zu den Zeitendes Apulejus (kckecom. IIb. X.) gab esderen schon ganze Gesellschaften. Daß,bey dieser allgemeinen Begünstigung, diePantomime sich lange auf dem Theatererhielt, ist nicht zu verwundern. Nochin den Briefen des, im Anfange des 6tc»Iahrhundcrtcs lebenden Easslodorus(IIb.I. cp. 20. IIb. IV. ep. ;i) wird ihrergedacht. Mehrere Nachrichten von ihrund von verschiedenen berühmten Künst-lern darin, so wie von ihrem Geschick, ih-rem Einfluß, u. s. w. sind in den, beydem Art. Äallct angezeigten Schriften,gesammelt. lind ebendaselbst ist auch derUnterschied so wohl zwischen ihr, und dergewöhnlichen Pantomime, als dein Bal-let der Neuem bemerkt worden. — —-Die Romödue der christlichen Völ-ker überhaupt war, ursprünglich, eineben solches Ungeheuer, oder ein ebensol-ches Posscnspiel, und, wenn sie gleichnicht aus der Religion derselben unmit-telbar, und eigentlich entsprang, docheben so damit, anfänglich, verbunden, wiebey den heidnischen. Zwar erhielt sichin Griechenland und in Asien, unter denChristen, noch eine ziemliche Zeit, in sofern der alte Geschmack, als sie, wenig-stens nach den Mustern der Alten, ihreBelustigungen dieser Art einzurichten such-ten. Apollinaris, Bischof von Laodicäa,schrieb, im vierten Jahrhundert, zumGebrauch in Schulen, christliche Nachah-mungen der beßtcn griechischen Classiker,wozu er den Stoff aus den Begebenheitendes alten Testamentes nahm, und, uit-ter andern, wie es heißt, Trauerspiele in