Druckschrift 
1 (1792) [A - D]
Entstehung
Seite
518
Einzelbild herunterladen
 

5!8

Com

Com

wie I. I. Rambach bei, s. Ausg. des Ta-saubonus S. >8c>. Anm. e. sagt- In die-sem Jahre, und als» zu einer Zeit, wodie griechische Komödie schon zu ihrer höch-ste» Blüthe gekommen war, fieng mlhm.lich Llvius Bndronicus zuerst an, Schau-spiele zu geben, welche aus einer ordentli-chen Fabel, oder Handlung bestanden,(austux est primux staiiuism terere) und,wenn >vir gleich die eigentliche Beschaffen-heit dieser Stücke nicht kennen: so wissenwir denn doch, daß ihr Verfasser ein ge-hobener Grieche, und mit der griechischenLitteratur bekannt war, und schon hier-aus würde» wir, Falls es sich, in denauf uns gekommenen Lustspielen der Rö-mer, nicht auch sichtlich zeigte, schlics-scn müssen, daß diese ihr Lustspiel ei-gentlich den Griechen zu verdanken hat-ten Indessen fehlte es ihnen nicht günz-lich an einer Art von Nativnalstücken;und diese müssen, meines Bedünkens, zu-vörderst in Erwügnng gezogen werden.Als solche sind na'hmlicd, Vorzugsweise,zuerst diejenige Gattung ihrer Komödie,welche Arcllniie hieß, und zwar in sofern anzusehen, als der vorher erwühnteEeschichtschreibcr ausdrücklich sagt, daßdie »»igen Römer dieses Schauspiel wederin die Hclnde der eigentlichen Schauspie-ler kommen ließen, noch durch die Vor-stellung desselben irgend etwas von ihremBürgerrechte verloren (vergl. mit demVal. Max. lstl>. Iii. e. IV. § 4. u. a. m.).Grundes genug, es von allen andern z»unterscheiden. Von dem Ursprünge dessel-ben wisse» wir aber nichts, als daß esseinen Nahmen von einer CampanifchcnStadt erhielt. Livius, a. a. O. nenntes genux luciurum ab Olcix acceprum ;und der Grammatiker O!omedes(stih, III.S. -187. apust stucstk.) sagt davon : scivirarc Ost'vrum T^celia, in czua pri-mum coeprae, Krells»»? äiÄae. Ih-rer inncrn Beschaffenheit nach, glich dieAtcllane den Satyrspielen der Griechen(orAumenrix ciiöstixczue socularibux st-iniiex sterz-rieix graecix > Diomcdcs, a.a. O.). Gleich den Satyrcn in diesen, wa-ren die Oscier in ihr gleichsam stehende

Personen. (In ^cellsna Gstese ur >stsc.eux, Ebend. und cbend. S. 488 ) Auchivitrde sie noch, wie schon die OSeicr selbstnicht mehr cxistirten, in der OseischenMundart, und, wie es scheint, noch zuden Zeiten des Strabo (stil,. V. S. ozz.)gespielt. Indessen, sind, wahrscheinli-cher Weise, deren auch in der römischenMundart geschrieben worden: Dieseslstßr sich daraus schließen, daß VellejusPatceeulns (Ilist. stom. stik. II. L. 9.S. 17z u. f. stst. kurm. vergl. mit demChroniken des Eusebius) den PomponiusErsindee derselben nennt, und der, dace erst ums I. 66- der Erb. Roms, undspcltec, als andre Dichter, welche derengeschrieben haben sollen, lebte, also wohlnur in so fern, als er vielleicht Vcrckndc-rungen oder Verbesserungen darin machte,Erfinder heißen, und, wenn er gleichnicht wie R. Hurd (bei) s Horaz, B. 1.S. 177. d. Eschenb. llebcrs.) will, in dieseStücke überhaupt, die gemeine (römische)Mundart einführte, deren doch in dersel-ben auch geschrieben haben kann. Ebendieses gilt, dem CasaubvnuS zu Folge,(cic 8arz--. Lraec. störst Isth. II. c. 4.S. 24z. stcl. st.vergl. niltHurd, a.a.O.S. >76 u. s.) von drn, dem DlctatvrShlla — bcy dem Athcnckus (stil>. Vs.S. -61) zugeschriebenen Stücken. Die,ursprünglich in ihnen herrschende Scherz-hasrigkeit wurde, nach dem, was Vale-rius MaximuS von ihnen sagt, (a. a. O.)von d'en römischen Dichtern etwas ge-müßigt. Aber, ob dieses, wie Casaubo,nus behauptet, (a. a. O. Issl>. II. c. c.S. 184. kä- stsmh.) durch die, inimermit ihnen verbundenen Exodicn (s. dieFolge) bewirkt worden sc», und ob Vale-rius unter der Icolica teverirorr dieseverstanden habe, ist mir zweifelhaft; unddie Stelle des Cicero, (stpist. stist. IX.stp. 16.) welche so oft, und doch in derlleöcrselmng der Lebensbcschr. Nöm. Dich«ter von Lud. Crusius, B. S. -26.Amn. x) so wie in Flögels Gesch. derRömischen Littcrat. B. I V. S. s>. zu ick«nein Beweise hat dienen sollen, daß diespcircrn Lichter endlich obscoenc Personen

darin