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1 (1792) [A - D]
Entstehung
Seite
453
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18 Bl. versch. Größe Klouvcllcz Invenr.de Lsrrouckes, 1647.8.) l^ivrede Lorroucbes d'sprss ödr. Ldsrme-tnn, ^r. p. Lerrn. ^udron Ldiib-rc«, (^srroucbes, Comporr. erc. p.I^cno-d, t. 46 Bl. -- I.ivre de L»r-roucliez reg. psr LuvIIIies, t. 6 Bl.

kec. dOrnemens er de Loilou-ckes, p. ). de I-, )nue, ?or. 1770. k.-2 Bl. von P. Decker (Schilder fürBildh. und Goldschm. k. ; Bl.) vonI. Chr. Wcigcl (Etliche curidse neu in-ventirtc Schild/ 21 Bl.) von Habcc-uiann (Schilder, Laubwerk, 5. h Bl.)von I. Bauer, 4. 4 Bl. von Wachs-muth, 5. 4 Bl. vonTyroff, k. 4M.

Sammlungen: Lolleötion de z sPolles L-irrouckes, por. 1770. 4.CelleÄ. de Lgrroucbc5 d'oprc5 plu-lieurs gronds b^loicrez, k. 177». 5«2 Bl. Abbildungen von neu invcn-tirtcn Schildern für unterschiedliche Künst-lcr, 1765. k. s Bde.

C a r y a t i d e n.

(Baukunst.)

Sind in der Baukunst Sanken oderStutzen nach der Gestakt weiblicherFiguren ausgehauen, denen inan ei-gentlich den Namen der Bildsäulengeben sollte, weil sie zugleich Bilderund Säulen sind. Sie sind bcy fol-gender Gelegenheit in die Baukunsteingeführt worden. Weil die StadtEarya in dem Peloponncfus sich zuden Persern geschlagen, da diesegekommen Griechenland zu erobern,so wurde nach der Niederlage derPerser diese abtrünnige Stadt vonden Griechen angenommen; alleManner wurden umgebracht, unddas weibliche Geschlecht in dieSela-vercy verurthcilt. Das Andenkendieser Sache wollten die griechischenBaumeister dadurch verewigen, daßsie Bildsaulen in der Tracht der ca-rvatischen Frauen in den Gebäudenanbrachten, und sie als Sclavcnvorstellten, welche die schwerestcn

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kästen tragen müssen. Sie werdenzu Unterstützung hervorstehenderTheile, (dergleichen die Balloneoder die Chore in Musik - und Tanz-sälen, erhabenen Gallcricn sind)oder auch wol der Gcbalke gebraucht.Insgemein werden sie ohne Aerme,mit einem besondern Putz von ge-flochtenen Haaren, mit langem dichtan dem Leib anliegenden Gewandvorgestellt. Einige Baumeister se-tzen sie auf ordentliche Säulenfüße,und legen dorische Capitäle darauf.Das Unnatürliche dieser Bildsäule»wird oft durch die Schönheit der Fi-guren erträglich gemacht, und nurdie edle Liebe zur Frcyhcit, welchedie Griechen belebt hat, kann die-Art von Wuth entschuldigen, wel-che diese Zierrathcn eingeführt hat.Eine Nachahmung der Caryatidensind die Perser, eine andre Art Bild-saulen.

Besondre Abbildungen von Caryatk-dcn, sind, unter andern, von Iah. Fred.Vrieß gezeichnet, und von Ger. von Jode,unter dem Titel: Lsr^oridum, l'ermosvoconr, live i^rlonriduln mulriknr-rnium sd gnemlidcc ^rcbiceAuraeordinem, accomrnedsrar. denk. I.,6 Bl. in Kupfer gestochen, herausgege-ben worden. Ucbrigcns handelt vondein Gebrauch der Caryatide» in der Bau-kunst, unter mchrern, I. Frcs. Man-del, indem Lourg d^rckiceök. civile,B. 1. S. 198 und S. Z45.

Charakter.

(Schöne Künste.)

Das Eigenthümliche oder Unterschei-dende in einer Sache, wodurch siesich von andern ihrer Art auszeich-net.

Die schonen Künste, welche Gegen-stände aus der sichtbaren und un-sichtbaren Natur zur Betrachtungdarstellen, müssen jeden so bczeich-

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