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die Mahlerey auf frischen Kalk flukrelco) als für die Tapetcnwürkergemackt werden. J»i ersten Fallwird die Zeichnung an die Mauer ge-lebt, damit die Umrisse darnach kön-nen gemacht werden5). In dem an-dern Fall werden die Carrone hinteroder unter den Einschlag der Tapetegelegt, damit alles nach der Zeich-nung derselben könne verfertiget wer-den, deswegen auch diese Cartonemit Farben ausgeführt seyn müssen.In England werden noch einige Ori-ginalcarrone aufbehalten, welcheRaphael für Tapeten gemacht hat.Diese berühmte Srüke, welche siebenGeschichten aus dem N. Test, vor-stellen, sind von dem König Carl I.gekauft, und nachher in dem Pallastvon Hamptoncourt aufbewahrt wor-den, wo sie noch zu sehen sind. Siegehören unter die vollkommenstenArbeiten des Raphaels, folglich un-ter die vollkommensten Werke derMahlcrkunst. Eine umständliche hi-storische und critische Beschreibungderselben gicbt Ricluwoson. Dorr,gny hat sie nach den Originalen ge-zeichnet und gestochen. Von diesenErüken sind auch verschiedene Nach-stichc gemacht worden.
-H- -H»
(*) Die, von H. S. angeführten Car.toirs des Raphael sind verschiedentlich inKupfer gebracht worden. Mehrere Aus-kunft darüber geben die Nachrichten vonKünstlern und Kunstsachen, Th.S.z;-.— Von Carbons überhaupt handeltGlov. B. Armcnini, im 6ten Kap. dessten Buches f. Urecerri llclla kllcrura,Vcn. 1637. 4. S. 60. unter der Auf-schrift: vi guanra imporrcn?!» sta afae Vene i Larrorn, ciella urilics eeKcrri Ivro, in gewnri mosti e concde marcris st ösuno, e gusl stsuo levie piü specliri, e facili, e incli comoL cslcsao, c isiolveeanc» nelle o^>ere
*) S. Kaltmahlerey.
Car
ten2i ostenclerst, e coine st imicsn»in guclle.
C a r t u s ch e.
(Zeichnende Künste.)
Eine gewählte oder geschnitzte Zier-rath, welche einen angehefteten Wa-penschild vorstellt, darin» cinWapcn,oder ein Sinnbild, oder eine Schriftkann gesetzt werden. Verweichlichsind sie zuerst in der Baukunst auf-gekommen, da man über Thürcn,oder an den Giebeln der Hauser, sol-che Schilde mit dem Wapen des Ei-gcnthümcrs hingesetzt hat. Von dahat sich ihr Gebrauch weiter crstrekt,so daß man sie jetzo an sehr verschie-denen Oerrcrn über Thürcn, Fen-stern, an den Stürzen der Eaminc,und an allen Arten der Einfassungen,ingleichen überall, wo Aufschriftensolle» oder könnten gesetzt werden,anbringt. Ihre Form hat nichtsbestimmtes. Die Künstler schwei-fen in keiner Sache mehr aus als indieser Zicrrarh, wo sie ihrer Phan-tasie vollen Lauf lassen. Ihr Ge-brauch wird sehr übertrieben,- dennunwissende Verzicrer und Bildhauerbringen sie überall an, um nur nichtsunverziert zu lassen. In ihrer Formsind sie so ausschweifend, daß manoft nicht errathen kann, was esseyn soll; viele halten es vor eineSchönheit der Cartusche Flügel an-zuhängen, daß es scheinen soll, alswenn sie davon fliegen wolle. Soweit kommt man in der Ausschwei-fung, wenn man einmal von demwahren Gebrauch und den Absichtender Verzierungen abgewichen ist.
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Entwürfe und Zeichnungen von Car«tuschen sind von sehr vielen Künstlern ge-liefert worden, als von Stefano dellaBella (t,idio st! cliv. L^rtelle c 8euc!lä'Keme, f. 1; Vl. ksc. cli v-i-ii coppe.e nuove iuvsnr. cli (iinaclle, 164s.
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