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bekannten Belustigungen und Veyttclgcnstanden, und von I. A. Scheibe in Mu-sik gesetzt worden sind, angeführt zu wer-den. Weit bessere aber haben deren ge-liefert: H. W. von Gerstenberg (Ariadneauf Naxos, in Mus. ges. von J.Ä. Schei-be, nebst einem Sendschreiben vom Ree!«tativ ... Leipz. 1765. von Reichardt) —C. W. Ramlec (in f. Lyr. Gedichten,Verl. 1772. z. und ohnstreitig die voll-kommensten) — Dan. Schiebeler (f i?7>.Musikal. Gedichte, Hamb. 176s. g. Auserl.Gedichte, cbend. 177z. 8.) — A. Nic-mcver (Geb. teipz. >778. 4 ) — I. G.Jacobi (Auf das Geburtsfcst des Königesin den I. >771 und 1772. Am Charfrcy-tage, 1772) — I. C. Lavatcr (Auferste-hung der Gerechten, Zür. 177z. 8.) —Auch haben deren noch O. B. Münter(Geistl. Cantarcn, Gött. 1769. 8.) —Joh. S. Patzke (Musikal. Gedichte,Hamb. >780. 8.) u. v. a. m. geschrieben,und, unter unfern Compvnisten, GraunFleischer — Hiller — Krause —Telemann, Weinlich, G. Venda, Schulz,
Frdc. Bend« u.a. m, deren gesetzt.
Theoretisch handeln davon noch: Joh.Chrstph. Gottsched, in s. Dichtkunst,S. 46; der ztcn Aufl. — A. Eberhard,in s. Theorie der sch. Wissensch. S. 208.itc Aufl. — I. I. Eschenburg, in s.Entw. einer Theorie und kitter. der sch.Wissensch. S. 25; der stcn Aufl. welcher,in dem üren Vdc. der dazu gehörigen Bey-spiclsammlung auch eine Auswahl dersel-ben hat abdrucken lassen. —
S. übrigens die Art. frisch undOratorium.
Capelle.
(Baukunst.)
Ast ein kleines geistliches Gebäude,das zum Privatgottesdicnst erbauetist. Es gicbt freystehendc Capellen,die nichts anders, als kleine Kirchensind; in Hausern oder Pallasten sol-cher Personen gebauete, die das Vor-recht eines Privatgottesdiensts ha-ben; noch andere Capellen sind be-t^rster Theil.
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sondere, an den Abseiten großer Kir-chen angcbauete, und mit einem Al-tar versehene Abteilungen, darumbey besonder» Gelegenheiten Privat-messen gelesen werden. In großenHauptkirchen findet man bisweilenverschiedene solche Capellen zugleichangebracht.
Capelle.
(Musik.)
Nus der eigentlichen vorher erklärtemBedeutung dieses Worts, ist die un-eigentliche entstanden, nach welcherman die Gesellschaften der Tonkünst-ler, die von Großen gehalten wer-den , um in ihren Capellen die Kir-chenmusik zu machen, Capellen nennt.Mai: giebt so gar diesen Namen auchsolchen Gesellschaften, die nur zurSchaubühne oder zur Cammermusikbestellt sind. Der Vorsteher oder dasvornehmste Glied einer solchen Ge-sellschaft wird der Capellmeifter ge-mimt. Seine Verrichtung ist, alles,was aufgeführt werden soll, herbeyzu schaffen, es sey, daß er die Sa-chen selbst componirt, oder anders-woher genommen habe; ferner liegtihm ob, die ganze Ausführung derMusik zu dirigircn; daher er insge-mein die Orgel oder das Hauptcla-vier dabey spielt. Also muß er,wenn er seinem Amte Genüge thunsoll, ein starker Componiste seyn undalle Theile der Musik dergestalt inneHaben , daß er jedem einzeln Gliedder Capelle, er sey Sänger oder'Spieler, Vorschriften und Unter-richt zu vollkommner Ausführungdes Ganzen zu geben im Stande sey.Marheson hat in seinem vollkom-menen Lapellmeifter*), einem zwarschlecht und etwas pöbelhaft geschrie-benen, aber sehr viel Gutes enthal-tenden Werk, alle Eigenschaften ei-nes guten Capcllmeisters, gründlich
ange--
*) Hamburg »7)9. Fsi.
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