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angegeben, die, deö schlechten Vor-trags, und der verschiedentlich ein-gestreuten unnützen Anmerkungen un-geachtet, jedem, der ein solcher zuseyn glaubt, zu ernstlicher Ueberle-gung zu empfehlen sind.
Zu einer guten Capelle gehörenSanger von allen Arten der Stim-men, sowol Solosanger, als andrezur Besetzung der vielstimmigen Sa-chen, und eine hinlängliche Anzahlguter Spieler für alle gewöhnlicheInstrumente. Mithin wird eine gutbesetzte Capelle ans nicht viel weni-ger, als hundert Personen bestehenkönnen.
Wer die besondre Einrichtung ei-ner Capelle naher zu wissen verlangt,kann in Herrn Marpurgs historisch-critischcn Bcytragen zur Aufnahmeder Musik, die Listen verschiedenerCapellen, besonders die von derSalzburgischen, im zten Stük desIII Bandes nachsehen.
-s- -s-
Ausser der, von H. S. angeführtenSchrift von Joh. Matthew» (Hamb. i?Z9-k.) gehört hieher: „Einige der vornehm-sten Pflichten des Capellmeistceö oder Mu-sikdirektors, von Lud. Carl Junker,
Winterth, 1782. 8- Zur Geschichte
der, in den Capellen Italiens getroffe-nen Einrichtungen, enthalten Beytrllge,und geben zugleich Anweisungen: Oller-v»2il>ni gcr Iren rc^olore il Ooro ile'Lanrn!! Neils Ospells ponrilics, es»-ro Neils tun^ione orclinaric clle?, llrs-orciinsrie, Ns r^nst. tleisml üallollens,u. I? II. 4. —
C a r r i c a t u r.
(Zeichnende Künste.)
^ine Zeichnung, darinn das Be-sondre in der Bildung, die cinzelePersonen charakterisirt, übertriebenund ins Possrliche übergetragen wor-den. D>ese ul sprüngliche Bedeutungdes Worts ist hernach auch auf jede
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übertriebene Vorstellung des Possirii.che» ausgedehnt worden. So sagtman von einem übertriebenen römi-schen Charakter im Lustspiel, es scyeine Carricatur. In dem Artikelpossirlicl? haben wir überhaupt nnsreMeinungen von diesen Vorstellungengeäußert. Hier merken wir insbe-sondre von den Carricaturcn der zeich-nenden Künste an, daß sie diese ästhe-tische Eigenschaft haben, - durch dasBesondere, Unerwartete und Lebhaste,das sie an sich haben, starke unddaurende Eindrüke in der Phantasiezurüke zu lassen. Sic sind demnachnicht, wie einige zu strenge Kunst-lichter wollen, gänzlich zu verwer-fen. Denn bcp Gelegenheiten, wodas Lächerliche crfodcrt wird, kanneine gure Carricatur sehr dienlichseyn. Homers Beschreibung desTyersites und verschiedene Züge inder cvopjsee von den Freycrn der Pe-nelope glänzen sehr nahe daran.
Wir wollen also den zeichnendenKünstlern die Carricaturcn, als Ue-bmigx», gerne erlauben. Vermuth-lich hat sich der sonsternsthafteHeon-haro von Vinci in dieser Absicht da-mit abgegeben. In der Ambrosia-nischen Bibliothek zu Meiland sind,unter viel andern Handzeichnungcndieses großen Mannes, auch schöneCarricaturcn von ihm zu fthcn. Ei-nige davon hat der Herr Graf vonCapitis stechen lassen. Und manweiß, daß auch Hamübal Carrachesich damit beschäftiget hat, ob ergleich sonst unter die ersten gehört,die in dein großen und ernsthaftenGeschmak gearbeitet haben. Unterden Neuern hatGhorft es in einzelnFiguren und Bildnissen, an denenman die Personen genau kennt, undin ganzen Vorstellungen Hogarrh,allen andern zuvorgethan. Die Ku-pfer, weiche letzterer zu dem Husibrasgemacht hat/sind Meisicrsiüke, dieden geistreichen Vorstellungen desDichters noch mehr Leben imtthcilcn,
und