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sucht: die Triller, die figurirtcn Ta-öen^cu und die Grgelpuuillc. Vondiesem und dem Triller bei) der Ca-dcnz ist in den besondern Artikeln dar-über gesprochen worden; bicr sind al-so noch die figurirren Cadenzcn zu be-trachten. Davon gicbr Herr Agri-cola in seinen Anmerkungen über To-sis Anleitung zur Singekunsi dieseNachricht.
»In den alten Zeiten wurden dieHauptschlüsse — nur so ausgeführet,wie sie dem Talle gemäß geschriebenwerden. Auf der mittelsten Notewurde ein Triller gemacht. Hernachfieng man an auf der Note vor demTriller eine kleine willkührliche Aus-zierung anzubringen; wenn nämlichohne den Takt aufzuhalten Zeit dazuwar. Darauf fieng man an denletzten Takt langsamer zu singen,und sich crwas aufzuhalten. Endlichsuchte man diese Aufhaltung durchaller-hand willkührliche Passage», Lau-fe Ziehungen, Sprünge, kurz, wasnur für Figuren der Stimmen aus-zusuhrcn möglich sind, ausznschmü-kcn. — Diese werden itzt vorzugs-weise Cadcnzen genennt. Sie sollenzwischen den Jahren >710 und 1716ihren Ursprung genommen haben. "
Dieses sind also die Cadenzen, inwelche sich gegenwartig, sowol dieSanger als die Spieler, so sehr ver-liebt haben, daß man glauben sollte,sie singen oder spielen ein Stük nurdeswegen, damit sie am Ende ihreFertigkeit durch die seltsamsten Laufe,uns Sprünge zeigen können. Esgiebt Personen von-Geschmak, denendiese Cadenzen äußerst zuwider sind,und die sie mit den Luftsprüngen derSeiltänzer in eine Classe filzen.Selbst der Cast'at Tos« , ein Meisterder Kunst, scheinet nicht viel günsti-ger danon zu urtheilen. Allen, An-ftdeu nach aber werden sie, was manauch im uer dagegen sagen mochte,gleich andern zu den Moden gehö-rigen Dingen, so lang im Gebrauch
bleiben, bis ihr fataler Zeitpunktkommen wird. Herr Agricola hatan dem angezeigten Orte die Gründefür und gegen dicke Cadenzcn gesam-melt, die man daselbst nachlesen kann.Daß übrigens vor dem legten Toneines Hauptschl»sses eine Aufhaltungvon guter Würkung und in der Na-tur der Sache gegründet sei), kannjeder fühlen. Also verwirft der gu-te Geschmak diese Cadcnzen nichtschlechterdings, sondern mißbilligetnur das Uebertriebene derselben, be-sonders aber die seltsamen Laufe undSprünge, die keinen Endzwek haben,als den laugen Athen, oder die Fer-tigkeit der Kehle eines Sangers zuzeigen.
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(*) Zu der kittcratlir dieses Artikelsgehört: LI l iüi!>ro; nel czuzl l> nsr--rs llelle g><zse toprz !eziere lerce rls' punri, Uz Oicge Or»rlrZi, I'olersno, Uvm. 15ZZ. 4.
Cami n.
'(Baukunst)
Ein offener Feuerhecrd an einerWand eines Zimmers, zu dessen War-mung er dienet. Die Camine ver-statren, daß man im Zimmer ein of-fenes Feuer genießen kann, sonst abersind sie in kalten Landern zur War-mung der Zimmer nicht hinreichend,wo man nicht eine gar zu große Men-ge Holz oder Kohlen verbrennen will.Da sie aber glcichwol den sehr gutenNutzen haben, durch Abführung derAusdünstungen in den Zimmern einereine Luft zu unterhalten; und daüberdies das Feuer im Zimmer unterdie wenigen Schönheiten der Naturgehört, deren Genuß kalten Ländernim Winter übrig bleibet: so ist dieUntersuchung über die beste Art Ca-mine anzulegen, ein nicht ganz un-wichtiger Punkt in der Baukunst.Folgende Anmerkungen werden nach-
den